Archiv für den Monat: Februar 2017

Profis für die KiTa

Die sich stetig verändernden Ansprüche an das Pädagogische Fachpersonal in der Frühen Bildung führen auch zu einem Bedeutungszuwachs der Aus-, Fort- und Weiterbildung dieser Fachkräfte. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat daher im Jahr 2011 die Forschungsförderung „Ausweitung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte“ (AWiFF) initiiert. Im Mittelpunkt standen u.a. Fragen rund um die Berufseinmündung der frühpädagogischen Fachkräfte in den Arbeitsmarkt sowie die Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung. Auch Fragen zur Berufswahl, zum Studium der Kindheitspädagogik und zu Qualifikationsprofilen des Personals wurden betrachtet. In diesen Themenfeldern haben die Projekte vielfältige neue Erkenntnisse geliefert.

Diese wurden als Bilanzbroschüre veröffentlicht, die Sie unter folgendem Link – als barrierefreies Download – abrufen können: https://www.bmbf.de/pub/Profis_fuer_die_Kita.pdf. Druckexemplare sind über den Publikationsversand der Bundesregierung (Tel.: 030/18 272 272 1 oder per E-Mail: publikationen@bundesregierung.de) verfügbar.

Kooperation der Heilpädagogen-Ausbildung (HP TZ 2) an den Ev. Fachschulen Osnabrück mit den Ledder Werkstätten, Tecklenburg

Eine ganz besondere Art der Kooperation fand in diesem Schuljahr bereits zum 4. Mal statt: Gemeinsames Theaterspielen von Studierenden der Heilpädagogik und der IAW – das ist die Impro-Aktiv-Werkstatt der Ledder Werkstätten, einer diakonischen Einrichtung des Kirchenkreises Tecklenburg.

Was ist das Besondere daran?

Die „Profis“ von der IAW spielen bereits seit mehr als 12 Jahren Improvisationstheater. Gegründet wurde die Gruppe während einer Kulturwoche der Ledder Werkstätten, und weil das Projekt in der Kulturwoche so erfolgreich gelaufen ist, wurde daraus ein „Dauerprojekt“, bei dem mehrere Mitspielende bereits von Anfang an dabei sind.

Unter der Leitung von Christian Flechsig und Verena Jannaber und mit der musikalischen Begleitung von Sabine Weymann hat die IAW bereits viele Proben und erfolgreiche Auftritte absolviert. Zum festen Kern der Gruppe gehören ca. 12 Menschen mit Behinderungen, die viel Talent zum Improvisieren besitzen.

Dabei sind die Herausforderungen auf der Bühne gewaltig, denn es wird bei dieser Theaterform, wie der Name schon sagt, frei improvisiert. Besondere Kompetenzen benötigen die Mitspielenden in den Bereichen Mut, Kommunikation, Kreativität und im berühmten „positiv annehmen“, was für manche schon zu einem Lebensmotto geworden ist. Dabei geht es darum, die Ideen der Mitspielenden spontan aufzugreifen und sich auf gemeinsame Improvisationen einzulassen.

Und so konnte der aktuelle Ausbildungsgang HPTZ 2 von den Kenntnissen der IAW profitieren – die Mitglieder der IAW fungierten im Projekt als Lehrende und nahmen die Heilpädagogik-Studierenden mit in die Impro-Welt.

Das Projekt fand im Herbst 2016 an drei Samstagen statt, wobei abwechselnd im Kulturhaus der Ledder Werkstätten in Lengerich-Settel und in der Aula der EFS geprobt wurde. Krönender Abschluss der gemeinsamen Proben war dann ein erfolgreicher Auftritt in den Ev. Fachschulen am 20. November 2016. Mehr als 140 Zuschauende hatten viel Vergnügen beim Hereinrufen von Vorgaben und bei der Herausforderung der Schauspielenden, die ihre Aufgaben sehr gut lösten und viel Bühnenpräsenz und positiv annehmendes Improvisationstalent zeigten. Die Routine der IAW half dabei den Studierenden über manche Nervosität hinweg.

Zu den kommenden Tagen der Begegnung in Ledde wird es am 11. Juni 2017 ein kleines Revival dieses Projektes geben, denn es steht ein weiterer Improauftritt an, zu dem herzlich eingeladen wird.

Insgesamt:

Inklusives Theater in perfekter Form – es wird sicherlich auch eine Neuauflage im Herbst 2017 mit der nächsten Klasse der HP TZ geben.

Text und Fotos: Friederike Niederdalhoff, Januar 2017

 

 

Neue Veröffentlichung: Quereinstiege in Kindertagesbetreuung und Altenpflege

Gerne möchten wir Sie auf folgende Veröffentlichung hinweisen:

Weimann-Sandig, Nina / Weihmayer, Lena Sophie / Wirner, Lisa:
Quereinstiege in Kindertagesbetreuung und Altenpflege. Ein Bundesländervergleich.
Study der Hans-Böckler-Stiftung, Bd. 335. Düsseldorf: 2016.
ISBN: 978-3-86593-243-3. 125 Seiten

Die Study steht hier zum Download bereit.

Buntes Treiben in der Theodor-Fliedner Halle

Am Dienstag, den 17. Januar 2017, war es wieder so weit.
Die Fachschulen der Stiftung kreuznacher diakonie luden erneut zum INKi-Turnier ein. Dabei handelt es sich um eine inklusive Sportveranstaltung, bei der Schüler/-innen der Fachschulen gemeinsam mit Beschäftigten der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen verschiedene sportliche Wettkämpfe bestreiten.

Dabei steht nicht unbedingt das Gewinnen im Vordergrund – vielmehr ist es der Spaß am Miteinander und an der Bewegung. Alle Spiele waren so ausgelegt, dass nahezu jeder daran teilnehmen konnte. So wurden auch ohne jegliche Vorkenntnisse Frisbees geworfen, Kegel mit Bällen umgeworfen und mit Rollstühlen Slalom gefahren.

Organisiert und vorbereitet wurde das Turnier von der Mittelstufe des Ausbildungsganges der Heilerziehungspflege. Die Klasse sorgte auch am Tag des Wettkampfes für einen reibungslosen Ablauf und für eine herzliche stimmungsvolle Moderation. Für das leibliche Wohl war mit einem abwechslungsreichen Angebot die Unterstufe der Sozialassistent/-innen zuständig.

Das INKi-Turnier hat bereits Tradition an den Fachschulen und wird von den beeinträchtigten Menschen der Werkstatt sehr gut angenommen. Die Fachschulen der Stiftung kreuznacher diakonie haben sich als Berufsbildende Schulen eine gute Vernetzung mit den Arbeitsfeldern der sozialpädagogischen und sozialpflegerischen Berufe zum Ziel gesetzt. Zum Profil der Fachschulen gehören kompetenzorientierte und auf die Berufsrealität bezogene Ausbildungen. Das große Netzwerk der Stiftung kreuznacher diakonie bietet ideale Voraussetzungen für eine gelungene Theorie-Praxis-Verzahnung.

(Stefan Weinel, Schüler der Heilerziehungspflege – Mittelstufe)
(Karin Wagner, Fachrichtungsleiterin)
(Dr. D. Weigel, Schulleiter)