Eine Welt: Globales Lernen in der Ausbildung

In vier Bausteinen beschäftigten wir uns im letzten Schuljahr mit Fragen von Globalisierung, sozialer Gerechtigkeit, Kinderrechten und Flucht und Vertreibung.

Baustein 1
Unterrichtsprojekt Kinderarbeit
In den Fächern Deutsch/Arbeitsmethoden und Religionspädagogik fand ein Projekt zum Thema Kinderarbeit statt. Die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs untersuchten, bei welchen unserer Alltagsgegenstände Kinder bei der Produktion beteiligt sind und welche Auswirkungen dies auf das Leben und die Perspektiven dieser Kinder hat. Es entstanden eindrucksvolle Präsentationen, die engagierte Diskussionen auslösten.

Baustein 2
Impulstag „Flucht und Vertreibung“
Wir gestalteten einen Projekttag zum Thema „Flucht und Vertreibung“ in Zusammenarbeit mit Engagement Global und mit Referentinnen aus dem Programm „Bildung trifft Entwicklung“. In Gruppen bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler zentrale Fragen: Wie sehen die Fluchtbewegungen aus? Welche religiösen Gründe gibt es für Flucht? Wie kann man Fluchtursachen wirksam bekämpfen?

Baustein 3
Vortrag gegen Kinderarbeit
Im Rahmen der Erzieherinnen-Stiftung haben wir zu einem Vortrag eingeladen: „Keine Kinderarbeit für unseren Wohlstand.“ Referent war Benjamin Pütter, ein ausgewiesener Experte gegen Kinderarbeit, der seit Jahrzehnten die Länder aufsucht, in denen Kinderarbeit besonders verbreitet ist. In eindrucksvoller Weise zeigte der Referent die Zusammenhänge zwischen unserem Lebensstil und der Nutzung von Billigprodukten mit dem Einsatz von Kindern als billige Arbeitskräfte. An diesem Abend stellte sich Benjamin Pütter auch den Fragen der Schülerinnen und Schüler, die sich mit diesem Thema im Unterrichts­projekt Kinderarbeit beschäftigt haben.

Baustein 4
Autorenlesung „Train kids“
Als Aktion im Rahmen der Schulgemeinde erlebten wir eine Lesung mit Diskussion zu „Train kids“ mit dem Jugendbuchautor Dirk Reinhardt. Er stellte uns fünf Teenager vor, die zusammen auf der Flucht sind. Sie versuchen, das Elend ihrer Heimatländer Guatemala, El Salvador und Nicaragua hinter sich zu lassen und reisen als blinde Passagiere auf dem „Todeszug“ durch Mexiko, um in die USA zu gelangen, wo ihre Väter oder Mütter leben. Mit Texten und Bildern nahm uns der Autor mit auf die Etappen dieser gefährlichen Reise.

Dietmar Böhm, Birgit Deiss-Niethammer und Ulla Stauber, Dozent/Dozentinnen

Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Stuttgart-Botnang
www.fachschule-stuttgart.de