Archiv für das Jahr: 2019

Weihnachtsgrüße und herzlichen Dank

Liebe BeA-Mitgliedsschulen, liebe Kolleginnen und Kollegen,
ein ereignisreiches Jahr 2019 neigt sich dem Ende.

Politisch gesehen und mit Blick auf die Fachschulen für Sozialpädagogik haben wir die Fachkraftoffensive in Kitas, das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz und die eigentlich geplante Einführung der Fachassistenzausbildung diskutiert. Thematisch haben wir uns zudem, neben den fachverbandsinternen Themen wie der Verabschiedung der neuen Satzung, mit Populismus und Demokratie auseinandergesetzt.

Wir möchten uns mit dieser Email für die unterstützende und konstruktive Zusammenarbeit und den regen Austausch bei der Mitgliederversammlung und der Fachtagung bedanken und wünschen allen eine besinnliche Adventszeit, schone Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Wir freuen uns auf das Jahr 2020 und die Arbeit für und mit dem BeA.

Herzliche Grüße
für den Vorstand
Astrid Hofmeister und Annett Herrmann

(Foto: Dr. Annett Herrmann 12/2018)

Kronenkreuz der Diakonie in Gold für Vorstand Heidi Fritz

Diplom-Pädagogin Heidi Fritz aus Leonberg engagiert sich seit 25 Jahren in der evangelischen Erzieherausbildung. Als Vorstandsfrau leitet sie gemeinsam mit Oberkirchenrat Dieter Kaufmann die Arbeit des Trägervereins von vier Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Württemberg. Für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz bekam sie letzte Woche das Kronenkreuz der Diakonie in Gold verliehen.

STUTTGART, 18.12.2019. Der „Verein Evang. Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik e. V.“ mit Sitz in Stuttgart ist professioneller Träger von Evangelischen Fachschulen in Württemberg. An den Standorten Herbrechtingen, Reutlingen, Schwäbisch Hall und Stuttgart-Botnang werden Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet. Die Leitung des Vereins geschieht im Auftrag der Mitgliedversammlung durch einen ehrenamtlichen, zweiköpfigen Vorstand. Diplom-Pädagogin Heidi Fritz aus Leonberg wurde im März 1994 in die Mitgliederversammlung gewählt und kurz darauf zur zweiten Vorsitzenden berufen. Für dieses langjährige, herausragende Engagement über 25 Jahre hat sie letzte Woche von ihrem Vorstandskollegen Oberkirchenrat Dieter Kaufmann – in seiner Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg – das Kronenkreuz der Diakonie in Gold verliehen bekommen. „Heidi Fritz engagiert sich als Ehrenamtliche in einer Art und Weise, die jedem hauptamtlichen Einsatz ebenbürtig ist, dafür sind wir alle von Herzen dankbar“, betonte Oberkirchenrat Dieter Kaufmann bei der Überreichung der Kronenkreuz-Brosche mit Ehrenurkunde im Rahmen der Mitgliederversammlung im Dezember, „es ist beeindruckend, wie viele Termine und Sitzungszeiten abzudecken sind und wie sehr die Evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik durch ihren Einsatz geprägt werden.“

Oberkirchenrat Dieter Kaufmann überreicht seiner Vorstandskollegin Heidi Fritz das Kronenkreuz der Diakonie in Gold für ihr 25-jähriges Engagement in der Evangelischen Erzieherausbildung in Württemberg.

Heidi Fritz hat sich nach ihrem Studium der Erziehungswissenschaft bewusst für einen vielfältigen, ehrenamtlichen Einsatz entschieden. Neben ihrer Vorstandstätigkeit im Trägerverein bringt sie ihre Kenntnisse und Erfahrungen unter anderem in verschiedenen Gremien der Evangelischen Landeskirche, als Vorsitzende der Familienbildungsstätte Leonberg und in der Arbeit mit geflüchteten Menschen ein. „Die Erzieherausbildung liegt mir sehr am Herzen“, sagt Heidi Fritz zu ihrer Vorstandsarbeit, „es ist weiterhin ein Kernstück der Gesellschaft, bestens ausgebildete, werte-orientierte Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten zu haben, dafür lohnt sich aller Einsatz. Und ich bin sehr dankbar, dass das Miteinander in unserem Trägerverein so gut gelingt.“ Fritz setzt sich immer wieder für Schwerpunktthemen ein, die an den Standorten verankert werden, wie zum Beispiel Friedenspädagogik als Basis-Kompetenz für Erzieherinnen und Erzieher. „Aktuell beschäftigen wir uns intensiv mit den Herausforderungen der Digitalisierung, sowohl was die technischen Voraussetzungen und die Methodik im Unterricht betrifft als auch die Ebene der Medienpädagogik in der direkten Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen“, so Fritz.

INFO ZUM TRÄGERVEREIN

Der „Verein Evang. Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik e. V.“ hat seinen Sitz in Stuttgart. Die beiden Vorsitzenden sind Oberkirchenrat Dieter Kaufmann aus Stuttgart und Diplom-Pädagogin Heidi Fritz aus Leonberg. Die Anfänge des Trägervereins reichen bis ins Jahr 1862 zurück. Lange Zeit war er unter dem Namen „Verein Evang. Kindergärtnerinnenseminare“ bekannt. Der Hauptzweck des Vereins ist die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern. Das Kultusministerium hat dafür bereits 1920 die staatliche Anerkennung ausgesprochen. Der Verein ist professioneller Träger von vier Evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik in Württemberg – an den Standorten Herbrechtingen, Reutlingen, Schwäbisch Hall und Stuttgart-Botnang mit insgesamt rund 1000 Schülerinnen und Schülern. Außerdem betreibt der Verein den Kindergarten der Evangelischen Fachschule in Stuttgart-Botnang, das Evangelische Kinderzentrum Herbrechtingen und die Evangelische Fachschule für Organisation und Führung (EFOF) in Schwäbisch Hall. Rund 130 Mitarbeitende sind an den Standorten insgesamt beschäftigt. Die Arbeit des Vereins geschieht mit klarem evangelischem Profil. Religionspädagogik zieht sich als Schwerpunkt durch die gesamte Ausbildung. Der Verein ist Mitglied im Diakonischen Werk Württemberg. 

https://www.evangelische-fachschulen.de/vorstand.html

Urkundenverleihung: Das berufliche Gymnasium der PAE ist „staatlich anerkannt“

Das Warten hat ein Ende:  Bereits drei Jahre nach Gründung des Oberstufengymnasiums und einem absolvierten Abiturjahrgang erhielt das berufliche Gymnasium der Pädagogischen Akademie Elisabethenstift (PAE) in Darmstadt die staatliche Anerkennung und damit das Prüfungsrecht für die Allgemeine Hochschulreife.

Nach vielen Jahren und erheblichen Anstrengungen wurde die Arbeit zahlreicher Mitarbeitenden, die mit dem beruflichen Gymnasium von der ersten Idee bis zum regelhaften Unterricht, betraut sind, mit der Verleihung der Urkunde der staatlichen Anerkennung gekrönt.

Im Rahmen einer Feierlichkeit mit geladenen Gästen überreichte Burkhard Bendig vom Staatlichen Schulamt der Schulleitung, Frau Dr. Dagmar Giebenhain und Herrn Henrik Hartig, die Urkunde. Umrahmt wurde die Urkundenverleihung durch Festreden und Grußworte, u.a. durch den Geschäftsführer der PAE Herr Rainer Daum und Herrn Nicoló Knuth als Vertreter der Schülerschaft des BGs.

Die in Darmstadt ansässige Pädagogische Akademie Elisabethenstift ist ein diakonisches Bildungsunternehmen mit Tradition. Im Kinderhaus werden Krippen- und Kindergartenkinder betreut, im Arbeitszentrum Fort- und Weiterbildung pädagogische Fachkräfte in ihren fachlichen und persönlichen Kompetenzen weiterqualifiziert und in den Evangelischen Ausbildungsstätten für sozialpädagogische Berufe Sozialassistent/innen und Erzieher/innen ausgebildet. Am 2016 gegründeten beruflichen Gymnasium mit dem Schwerpunkt „Gesundheit und Soziales“ können Schüler/innen die Allgemeine Hochschulreife erwerben. Berufsbezogene Fächer sind Gesundheit oder Erziehungswissenschaft.

Frau Holle, Aschenputtel, & Co

Theaterprojekt an der Evangelischen Fachschule begeistert Groß und Klein

Der Kobold stampft, der Riese schnarcht, die Prinzessin jammert – es ist wieder Märchenzeit. Die den Schülerinnen und Schülern der Evangelischen Fachschule für Soziale Berufe spielen Theater.

Dass in Wolmirstedt eine sehr praxisorientierte Berufsausbildung stattfindet, erleben die jungen Frauen und Männer, die Sozialassistenten bzw. Erzieher werden wollen, an ganz unterschiedlichen Aspekten. In diesem Fall ist es das szenische Spiel, das einerseits Teil der Ausbildung andererseits gerade im Advent eine Anforderung im beruflichen Alltag ist. So können sich die Schülerinnen und Schüler der Fachschule im Rahmen des Wahlpflichtunterrichtes für „Theaterpädagogik“ entscheiden. Unter Leitung der Theaterpädagogin Ute Kwaschik lernen die Auszubildenden verschiedene Übungen und Spiele kennen, die auf das Theaterspielen vorbereiten. Sie üben, mit der Stimme gestaltend zu sprechen und eben eine Textgrundlage in ein darstellendes Spiel zu verwandeln. In der vergangenen Woche hatten die Klassen des 2.Ausbildungsjahres Zeit, sich ganz auf das Inszenieren und Spielen zu konzentrieren. Im späteren Berufsalltag wird ihnen diese Selbsterfahrung helfen, zum Beispiel auch Eltern im Theaterspielen anzuleiten, die dann  eventuell das Weihnachtsmärchen für ihre Kindergartenkinder spielen.

In der Fachschule entstanden in den vergangenen Tagen Inszenierungen z.B. zu „Frau Holle“, „Aschenputtel“ und „König Drosselbart“. Geprobt wurde in der Fachschule, auch die ersten Aufführungen gab es hier vor den Mitschülerinnen und Mitschülern. Aber so richtig ernst wird es am Mittwoch, wenn die Märchen in den Kindertagesstätten und Horten in Magdeburg, Haldensleben und Loburg aufgeführt werden. Dann gilt es, die Kinder zu begeistern, sie als Zuhörer zu fesseln und Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Dass dies gelingen wird, da sind sich alle Verantwortlichen einig: „Die Schülerinnen und Schüler haben konzentriert und mit Freude gearbeitet und können nun den Lohn – den Applaus – für ihre Anstrengungen ernten.“ Und natürlich gibt es ein Happyend: Auch „Das tapfere Schneiderlein“ ist am Ende ein König!

Evangelische Fachschule für Soziale Berufe
Parkstr. 5
39326 Wolmirstedt

Steffi Koch ist neue Geschäftsführerin für die evangelische Erzieherausbildung in Württemberg

Die Mitgliederversammlung des Trägervereins hat Steffi Koch zur neuen Geschäftsführerin der Evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik gewählt. Sie wird das Management der Erzieherausbildung im Sommer 2020 von Gerhard Brodbeck übernehmen, der in den Ruhestand geht.

STUTTGART, 12.12.2019. Der „Verein Evang. Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik e. V.“ mit Sitz in Stuttgart ist professioneller Träger von Evangelischen Fachschulen in Württemberg. An den Standorten Herbrechtingen, Reutlingen, Schwäbisch Hall und Stuttgart-Botnang werden Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet. Nächstes Jahr steht ein Wechsel in der Leitung der Geschäftsstelle an. Gerhard Brodbeck, seit fast 20 Jahren Geschäftsführer des Trägervereins, geht Ende Mai in den Ruhestand. Nach einem ausführlichen Bewerbungsverfahren hat die Mitgliederversammlung gestern Steffi Koch zur neuen Geschäftsführerin des Trägervereins gewählt.

Die künftige Leiterin der Geschäftsstelle ist 36 Jahre alt, Diakonin der Evangelischen Landeskirche und hat einen Masterabschluss in Sozialwissenschaft. Sie arbeitet bisher als Assistentin des Vorstandsvorsitzenden des Diakonischen Werks Württemberg und wird die neue Stelle direkt aus der Elternzeit antreten. „Ich bin bereit für neue Herausforderungen“, sagt die frisch gewählte Geschäftsführerin, „gerne bringe ich mein Fachwissen ein und gestalte gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden an den Fachschulen und Kinderzentren. Erzieherinnen und Erzieher auf evangelischer Basis sind in der Gesellschaft sehr gefragt. Ich will mich gerne dafür einsetzen, dass die Ausbildung weiterhin auf hohem Niveau stattfindet.“

„Wir freuen uns sehr, eine kompetente und vielseitig qualifizierte Person für die Geschäftsführung gewonnen zu haben“, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, erster Vorsitzender des Trägervereins. „Frau Koch bringt viele Kenntnisse über die politischen und kirchlichen Strukturen mit, so dass sie gute Rahmenbedingungen für unsere Standorte gestalten kann.“ Für Heidi Fritz, zweite Vorsitzende des Trägervereins, ist es besonders wichtig, dass die Erzieherausbildung in der bisherigen hohen Qualität fortgeführt wird: „Unsere Evangelischen Fachschulen haben einen hervorragenden Ruf und sind an ihren Standorten bestens vernetzt. Frau Koch wird mit ihrer Gremienerfahrung und kommunikativer Kompetenz, ihrem Organisationstalent und kirchlichem Profil die Entwicklung der Erzieherausbildung weiter voranbringen.“

Die Geschäftsstelle hat ihren Sitz im Stuttgarter Diakonie-Areal am Nordbahnhof. Von dort werden die vier Fachschulen mit rund 1000 Schülerinnen und Schülern sowie zwei Kinderzentren und eine Evangelische Fachschule für Organisation und Führung (EFOF) betreut. Die Anfänge des Trägervereins reichen bis ins Jahr 1862 zurück. Lange Zeit war er unter dem Namen „Verein Evang. Kindergärtnerinnenseminare“ bekannt. Der Hauptzweck des Vereins ist die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern. Das Kultusministerium hat dafür bereits 1920 die staatliche Anerkennung ausgesprochen.

In den letzten 20 Jahren hat sich die Erzieherausbildung rasant weiterentwickelt. Unter der Geschäftsführung von Gerhard Brodbeck wurde unter anderem eine Doppelqualifizierung mit Bachelor-Abschluss in Kooperation mit den Hochschulen in Ludwigsburg initiiert. Auch beteiligte sich der Trägerverein mit einer der ersten Modellschulen bei der Einführung der Praxisintegrierten Ausbildung (PiA) – ein Erfolgsmodell. „Wir stehen für innovative Konzepte und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Partnerschulen, Kultusministerium und Kirche“, unterstreicht Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, „mit der Wahl von Frau Koch als neuer Geschäftsführerin wird diese wichtige Arbeit auch „nach der Ära Brodbeck“ in kompetenter Weise fortgeführt.“

INFO ZUM TRÄGERVEREIN

Der „Verein Evang. Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik e. V.“ hat seinen Sitz in Stuttgart. Die beiden Vorsitzenden sind Oberkirchenrat Dieter Kaufmann aus Stuttgart und Diplom-Pädagogin Heidi Fritz aus Leonberg. Die Anfänge des Trägervereins reichen bis ins Jahr 1862 zurück. Lange Zeit war er unter dem Namen „Verein Evang. Kindergärtnerinnenseminare“ bekannt. Der Hauptzweck des Vereins ist die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern. Das Kultusministerium hat dafür bereits 1920 die staatliche Anerkennung ausgesprochen. Der Verein ist professioneller Träger von vier Evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik in Württemberg – an den Standorten Herbrechtingen, Reutlingen, Schwäbisch Hall und Stuttgart-Botnang mit insgesamt rund 1000 Schülerinnen und Schülern. Außerdem betreibt der Verein den Kindergarten der Evangelischen Fachschule in Stuttgart-Botnang, das Evangelische Kinderzentrum Herbrechtingen und die Evangelische Fachschule für Organisation und Führung (EFOF) in Schwäbisch Hall. Rund 130 Mitarbeitende sind an den Standorten insgesamt beschäftigt. Die Arbeit des Vereins geschieht mit klarem evangelischem Profil. Religionspädagogik zieht sich als Schwerpunkt durch die gesamte Ausbildung. Der Verein ist Mitglied im Diakonischen Werk Württemberg. 

https://www.evangelische-fachschulen.de/GF-Wechsel/

Steffi Koch (in der Mitte mit Blumenstrauß) wurde zur neuen Geschäftsführerin der evangelischen Erzieherausbildung in Württemberg ab Sommer 2020 gewählt. Sie löst Gerhard Brodbeck ab, der Ende Mai in den Ruhestand geht. Die beiden Vorsitzenden des Trägervereins, Oberkirchenrat Dieter Kaufmann und Diplom-Pädagogin Heidi Fritz, gratulieren der künftigen Leiterin der Geschäftsstelle sehr herzlich zur Wahl
Steffi Koch (in der Mitte mit Blumenstrauß) wurde zur neuen Geschäftsführerin der evangelischen Erzieherausbildung in Württemberg ab Sommer 2020 gewählt. Sie löst Gerhard Brodbeck ab, der Ende Mai in den Ruhestand geht. Die beiden Vorsitzenden des Trägervereins, Oberkirchenrat Dieter Kaufmann und Diplom-Pädagogin Heidi Fritz, gratulieren der künftigen Leiterin der Geschäftsstelle sehr herzlich zur Wahl

Schule in Bewegung – Diakonissen Fachschule für Sozialwesen feiert 100-jähriges Bestehen

Mit einem Fachtag und einem Festakt feierten die Diakonissen Speyer am 15. November das 100-jährige Bestehen der Diakonissen Fachschule für Sozialwesen.

1919 absolvierten die ersten Schülerinnen die damals einjährige Ausbildung inklusive Praxisanleitung und einigen Wochenstunden Theorie, berichtete Pfarrer Dr. Günter Geisthardt, Theologischer Vorstand der Diakonissen Speyer, beim Festakt im Diakonissen-Mutterhaus von den Anfängen der Diakonissen Fachschule für Sozialwesen. Seither habe sich viel bewegt und verändert, doch das grundlegende Ziel einer fachlich fundierten Ausbildung auf Grundlage des christlichen Menschenbildes sei gleichgeblieben. „Wie die Diakonissen Speyer insgesamt lebt die Fachschule traditionsbewusst, aber nicht vergangenheitsorientiert“, so Geisthardt. Bei aller Bewegung und Veränderung bleibe die Leitfrage: Was brauchen die Kinder von heute und morgen für ein gelingendes Leben und was können Erzieherinnen und Erzieher dazu beitragen? Mit Blick auf sich und seine Kolleginnen und Kollegen ergänzte Schulleiter Pfarrer Matthias Kreiter: „Unsere Aufgabe als Lehrende ist es, eine lebendige, freundliche, dem einzelnen Menschen zugewandte Schule zu bleiben, die demokratische Prozesse und Partizipation ernst nimmt, die mit hoher Fachlichkeit Bildungsaufgaben bewältigt und Menschen dazu befähigt, diesen wichtigen sozialen Beruf zu erlernen.“

„Kinder auf ihrem Weg vom Kleinkind zum Schulkind zu begleiten, ist eine bedeutende Aufgabe in unserer Gesellschaft und eine Bildungstätigkeit“, erklärte Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler. Dass Menschen für diese Aufgabe seit nunmehr 100 Jahren hier in Speyer ausgebildet werden, freue sie nicht nur als Oberbürgermeistern der Stadt Speyer, sondern auch als Mutter einer 4-jährigen Tochter. Die Fachkräfteoffensive des Bundesfamilienministeriums bewertete sie als einen wichtigen Schritt der Politik, auf den noch weitere folgen müssten. Auch Regine Käseberg, Leiterin der Abteilung für Frühkindliche Bildung im rheinland-pfälzischen Bildungsministerium, hob die Bedeutung des Erzieherberufs hervor. „Der Arbeitsmarkt, der Sie erwartet, ist eine Wachstumsbranche“, sagte sie an die über 300 anwesenden Schülerinnen und Schüler der Fachschule gewandt. „Wir brauchen in Rheinland-Pfalz die besten Erzieherinnen und Erzieher für den gesamten Bereich der Kinder- und Jugendhilfe“, so Käseberg.

„In der Kita werden die Grundlagen für eine erfolgreiche Bildungsbiografie gelegt“, betonte Professorin Dr. Renate Zimmer von der Universität Osnabrück in ihrem Impulsvortrag. „Als Erzieherinnen und Erzieher sind Sie neben Eltern und Familie die bedeutendsten Menschen in der Entwicklung eines Kindes in den ersten Lebensjahren“, so Zimmer weiter. Sie forderte, die angehenden Erzieherinnen und Erzieher auf, sich dieser bedeutenden Rolle bewusst zu sein und diese mit Stolz auszufüllen, denn das trage unter anderem zur beruflichen Zufriedenheit bei und sei eine wichtige Kraftquelle im anspruchsvollen Berufsalltag.

Im Anschluss an den Festakt bildeten Festgäste und Schulgemeinschaft eine Menschenkette vom Mutterhaus durch den Park bis zur Fachschule und transportierten so die vorbereitete Zeitkapsel zur Schule. Dort wurde das mit Erinnerungen gefüllte Metallgefäß neben einem frischgepflanzten Baum für die kommenden Schülergenerationen vergraben.

Kommunikation und Medien
Corinna Waltz
Multimediaredakteurin
Hilgardstr. 26 – 67346 Speyer
Tel. 06232 22-1266
corinna.waltz@diakonissen.de

Der Bundespräsident informierte sich in Eben-Ezer über soziale Berufe

Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am 18. Oktober die Stiftung Eben-Ezer in Lemgo besucht. Er sprach mit Studierenden und Lehrern des Berufskollegs der Stiftung und mit Mitarbeitenden, die ihre Ausbildung dort bereits abgeschlossen haben und fest im Berufsleben stehen. Im Berufskolleg können verschiedene soziale Berufe erlernt werden wie die Ausbildung zum Heilpädagogen, zum Heilerziehungspfleger und zum Sozialassistenten sowie zum Erzieher. Besonders interessierten den Bundespräsidenten die Perspektiven, die soziale Berufe jungen Leuten bieten. Bekanntermaßen seien die Aufstiegsmöglichkeiten nicht sehr gut und die Wechselbereitschaft daher groß. Der Bundespräsident wandte sich mit der Frage an die Runde, die größtenteils von ihm moderiert wurde, wie die Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen erhöht werden könne. Auch eine Erhöhung des Männeranteils in den sozialen Berufen sei erstrebenswert. Die Bundesrepublik steuere im Bereich der sozialen Berufe auf einen riesigen Mangel zu, warnte er immer wieder.

Der Vorstand Dr. Bartolt Haase sieht den großen Bedarf an diesen Berufen mit ebensolcher Sorge wie der Bundespräsident. „Das Berufskolleg hilft sehr, unseren Bedarf an Fachkräften zu decken. Trotzdem müssen wir für eine Ausbildung für diese schönen Berufe werben, denn Berufsabsolventen können sich heute ihre Stelle aus einer Vielzahl von Angeboten aussuchen“, sagte der Vorstandssprecher. Auch die Finanzierung sei ein Problem, wie der Leiter des Berufskollegs Klaus Rudolf Berger zu bedenken gab. NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann, der Steinmeier begleitete, nahmen diesen Kritikpunkt gerne auf. Der Minister versprach, das Thema mit nach Düsseldorf zu nehmen.

Frank-Walter Steinmeier, der Eben-Ezer als gebürtiger Lipper seit seiner Jugend kennt und schon mehrfach in verschiedenen Ämtern Kontakt mit der Stiftung hatte, schätzt die Arbeit, die hier gemacht wird, sehr. „Die Stiftung hat sich das Motto „Leben in Vielfalt“ gegeben. Dahinter steht die große Weisheit, dass es normal ist, wenn Menschen unterschiedlich sind; wenn sie Einschränkungen welcher Art auch immer haben.“ Leben in Vielfalt werde, so der Bundespräsident, in Eben-Ezer nicht nur propagiert, sondern tatsächlich gelebt.

Aktionstag in der Sozialen Fachschulen im Evangelischen Johannesstift in Berlin

„Hat die Blume einen Knick, war der Schmetterling zu dick“, dieser Spruch stand auf einem fertigen Upcyclingprodukt aus einem von insgesamt 16 Workshops, die die Sozialen Fachschulen im Evangelischen Johannesstift an ihrem Aktionstag zum Thema Natur- Umwelt- Schöpfung initiiert hatten.
Fast alle Workshops gingen auf die Ideen und den engagierten Einsatz von Studierenden und SchülerInnen aus den verschiedenen Schulbereichen Sozialassistenz, Heilerziehungspflege, Sozialpädagogik und Altenpflege zurück. Die Studierenden und SchülerInnen mischten sich je nach Interesse in den verschiedenen selbst gewählten Workshops.
Es gab Workshops zum Thema Upcycling von T-Shirts, Taschen aus Fahrradschläuchen und Tetrapacks, Aschenbechern-to-go aus Marmeladengläsern.

Andere befassten sich mit umbeweltbewusstem Kochen, stellten veganen Lebensmittel und Wachspapier als Ersatz für Frischhaltefolie her oder verwendeten gespendete abgelaufene Lebensmittel aus einem Supermarkt weiter.

Thematisiert wurden Hausmittel wie Heilkräuter, die im Johannesstift wachsen und ihre mögliche Verwendung, man konnte Naturkosmetik, Putzmittel und Kerzen selber herstellen.
Zusätzlich gab es Workshops dreier FachreferenInnen Herrn Baaske (Umweltbeauftragter der EKBO) zum Thema Ökologischer Fußabdruck, Frau Duda (Klimawerkstatt Spandau) zum Thema Ressourcenschonung und Frau Liebig (Dozentin an der SoFa) zum Thema Stadt- Natur- Exerzitien.

„Im Mittelpunkt stand für mich das Zusammentreffen mit so vielen tollen Menschen und das Thema Umwelt“ dies war ein Kommentar in der Abschlussreflexion mit der der Aktionstag endete.

Sabine Stierle und Manuela Rosche

„Müllkippe Meer – Mach Dich stark!“

Alte Schilder, Teile einer Toilette, Autofelgen, T-Shirts und Socken, Bierdeckel, Essensreste, jede Menge Plastikflaschen und noch mehr Zigarettenstummel haben die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs am 05.07.2019 von 8:30 – 11:30 Uhr am Kaiserswerther Rheinufer eingesammelt. Ausgerüstet mit Handschuhen, Papiertüten und recycelbaren Müllsäcken sind sie von der Rheinfähre aus in alle Richtungen ausgeschwärmt, um den Müll aufzusammeln. Die Idee für die Säuberungsaktion kommt von sechs angehenden Erzieherinnen und Erziehern, die im Rahmen einer Projektwoche das Projekt „Müllkippe Meer – Mach Dich stark!“ auf den Weg gebracht haben.

Inspiriert wurden die sechs Initiatoren von der aktuellen Klimaschutzdebatte und der Bewegung „Fridays for future“. Im Projekt haben sich Lotta Sudowe, Kimberly Ott, Helena Thißen, Yannik Görtz, Sibel Erdem und Reni Rahmawati mit der Verschmutzung der Gewässer durch Plastikmüll beschäftigt. „Die aktuelle Lage erscheint uns sehr brenzlig. Die Verschmutzung, insbesondere mit Plastikmüll, hat stark zugenommen und wir möchten mit der Aktion darauf aufmerksam machen und einen Fokus auf Nachhaltigkeit legen“, erläutern sie. Mit vielen starken Argumenten sind sie anschließend von Klasse zu Klasse gezogen und haben ihre Mitschülerinnen und Mitschüler davon überzeugt, die gemeinsame Säuberungsaktion umzusetzen.

„Als künftige Erzieherinnen und Erzieher haben wir eine Vorbildfunktion und wollen Verantwortung übernehmen für künftige Generationen“, erläutern die sechs Initiatoren. Nach der erfolgreichen Aktion wollen sie nun mit Mitschülern, Lehrern und Schulleitung ins Gespräch gehen, um das Projekt jährlich zu wiederholen.

Pilgern am Berufskolleg Kaiserswerther Diakonie

Den Anstoß gab die Frage eines Studierenden der Heilerziehungspflege im Religionsunterricht: „Sind Sie schon einmal gepilgert?“ fragte er mich, die Schulpfarrerin des Berufskollegs der Kaiserswerther Diakonie, Barbara Geiss-Kuchenbecker.

Eine Woche später präsentierte er eine Liste mit weiteren Interessierten. Und so machten sich ein halbes Jahr später 11  Berufspraktikantinnen und 3 Berufspraktikanten im Anerkennungsjahr mit mir auf den rheinischen Jakobsweg und pilgerten 3 Tage von Wermelskirchen bis Königsdorf.

In der evangelischen Stadtkirche in Wermelskirchen stimmte sich die Gruppe auf die Geschichte und die Bedeutung des Pilgerns ein. Am Ende sprach die Schulpfarrerin  den uralten Pilgersegen, der den Pilgernden samt ihrem Gepäck mit auf den Weg gegeben wurde. Er erinnert daran, dass Gott seit Abraham die Menschen auf ihren Wegen behütet.

Anschließend bekam jeder Studierende seinen persönlichen Pilgerpass überreicht, der in der Stadtkirche zum ersten Mal gestempelt wurde.
Die Teilnehmer lernten an den nächsten Tagen unter anderem eine Strecke des Jakobswegs kennen, die mitten durch die Stadt – Köln – führte. Sie entdeckten, wie bereichernd das stundenlange Laufen sein kann: „Ich stelle mir vor, wenn ich jetzt einfach immer der Muschel nach weiterlaufe, dann komme ich irgendwann in Spanien an – toll.“ „Ich merke, wie schön es ist, im Wald zu sein. In der Stadt ist meine Laune gleich etwas schlechter geworden.“ und wie freundlich andere Menschen auf sie reagierten.

Am Ende waren alle müde und erschöpft, aber stolz, die Strecke bewältigt zu haben. Die Teilnehmer waren froh und dankbar, dieses Experiment gewagt zu haben. Sie freuten sich über die gute Stimmung und den Zusammenhalt in der Gruppe. Für sich persönlich haben sie entdeckt, wie schön es ist, sich auf den Weg zu machen, wie schnell sie den Alltag hinter sich lassen konnten, mit wie wenig Gepäck man auskommt und wie zufrieden sie sind, dass sie es geschafft haben. „Ein toller Berufspraktikantenblock! Und der Pilgerpass hat das Pilgern so offiziell gemacht. Ich kann mir gut vorstellen, mich mal auf den Weg nach Santiago de Compostela zu machen.“ – Diesem Fazit einer Teilnehmerin konnten sich einige durchaus anschließen.

Barbara Geiss-Kuchenbecker