Archiv für den Monat: April 2019

Kronenkreuz der Diakonie in Gold für Schulleiterin Birgit Deiss-Niethammer

„Angehende Erzieherinnen und Erzieher unterrichten zu können, begeistert mich nach wie vor.“

Direktorin Birgit Deiss-Niethammer unterrichtet seit 25 Jahren an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Stuttgart-Botnang Religionspädagogik und Deutsch. Im Jahr 2007 wurde sie zur Schulleiterin ernannt. Für ihr langjähriges Engagement überreichte ihr Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstand des Trägervereins, das Kronenkreuz der Diakonie in Gold.

STUTTGART, 15.04.2019. Birgit Deiss-Niethammer, Direktorin der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Stuttgart, erhielt das Kronenkreuz der Diakonie in Gold verliehen. Vor 25 Jahren hat die Religionspädagogin und Germanistin als Dozentin in der Erzieherausbildung an der Botnanger Fachschule begonnen. Im Jahr 2003 übernahm sie die stellvertretende Schulleitung, im September 2007 wurde sie vom Trägerverein zur Direktorin der Fachschule gewählt.

Zukunftsweisende Projekte in dieser Zeit waren der Ausbau des internationalen Profils der Fachschule, die Kooperation mit dem Bachelorstudiengang „Frühe Bildung und Erziehung“ an den Hochschulen in Ludwigsburg sowie die Etablierung der Praxisintegrierten Erzieherausbildung (PiA). Die Botnanger Fachschule führte als erste evangelische Ausbildungsstätte in Baden-Württemberg das innovative PiA-Modell ein und entwickelte ergänzend eine Fortbildung für Mentorinnen und Mentoren – als Kursangebot für Anleiterinnen in den Kitas, um die Auszubildenden professionell begleiten zu können.

„Angehende Erzieherinnen und Erzieher unterrichten zu können, begeistert mich nach wie vor. Geht es doch in der Ausbildung darum, dass die Herausforderungen der Arbeit mit Kindern und Familien angenommen und kompetent gestaltet werden können. Dazu gehört, Kinder in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen und mit ihren Fragen – auch den religiösen – in offener, zugewandter Weise zu begleiten“, betont Birgit Deiss-Niethammer. „Und dass es nun bereits 25 Jahre Arbeit in Botnang sind, liegt zweifellos auch an den Gestaltungsmöglichkeiten und dem hoch engagierten und kompetenten Team der Kolleginnen und Kollegen.“

Direktorin Birgit Deiss-Niethammer (Mitte) arbeitet seit 25 Jahren an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Stuttgart. Vorstand Heidi Fritz gratuliert ihr mit einem Blumenstrauß zur Überreichung des Kronenkreuzes der Diakonie in Gold durch Oberkirchenrat Dieter Kaufmann.

Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstand des Trägervereins, überreichte die Kronenkreuz-Brosche mit Ehrenurkunde im Rahmen der Leitungskonferenz. Der Vorsitzende bedankte sich bei Schulleiterin Birgit Deiss-Niethammer sehr herzlich für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Fachschule und wünschte ihr Gottes Segen für die Weiterentwicklung der Erzieherausbildung und für die Begleitung der jungen Menschen auf dem Weg zur Erzieherin und zum Erzieher. „Unsere Gesellschaft braucht dringend gut ausgebildete pädagogische Fachkräfte. Die Botnanger Fachschule leistet hierzu einen unverzichtbaren Beitrag mit klarem evangelischen Profil“, so Kaufmann.

Christine Haag-Merz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Verein Evang. Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik e. V.
Presselstraße 29
70191 Stuttgart
Telefon: (07 11) 48 90 95 72
Telefax: (07 11) 48 90 95 77
christine.haag-merz@ev-fs.de
www.evangelische-fachschulen.de

Projekt-Startschuss am Friederike-Fliedner Berufskolleg: Sinnhafter Umgang mit Zeit

Hagen. Ob am Arbeitsplatz oder zu Hause: kaum etwas hat sich in den letzten Jahren so stark verändert wie die Möglichkeit, Informationen zu erhalten. Was vor wenigen Jahren noch einige Zeit in Anspruch nahm, etwa, weil zunächst ein Buch gelesen werden musste, ist jetzt ein Sekundenaufwand. Smartphone und Internet machen es möglich. Doch spürt man diesen deutlichen Zeitgewinn, der die Konsequenz sein sollte, oder stellt sich vielmehr ein Gefühl von Zeitnot ein? Dieser Frage geht das Friederike-Fliedner Berufskolleg der Diakonie Mark-Ruhr jetzt im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojekts „ReZeitKon“ nach.

Die Schule führt als bundesweit einziges Berufskolleg gemeinsam mit der Leuphana Universität Lüneburg und der TU Berlin das Projekt „ReZeitKon“ durch. „Das besondere ist, dass hier bei uns gleich zwei Perspektiven auf Zeitwohlstand und so genannte Zeit-Rebound-Effekte erforscht werden, auf der einen Seite aus Sicht der Schülerinnen und Schüler, auf der anderen Seite aus Sicht der Mitarbeitenden“, erläutert Schulleiterin Andrea Schumann.

Ende März wurde die Kooperation besiegelt und der Startschuss für das Projekt gegeben. Das Friederike-Fliedner Berufskolleg ist einer von sieben Projektpartnern aus Industrie und Gesellschaft. Am Ende des Projekts sollen – empirisch belegt – Strategien zum sinnhaften Umgang mit Zeit entwickelt werden. „ReZeitKon“ – Zeit-Rebound, Zeitwohlstand und Nachhaltiger Konsum ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes, inter- und transdisziplinäres Forschungsverbundprojekt.

Gerrit von Jorck, Stefanie Gerold (beide TU Berlin), Schulleiterin Andrea Schumann und ihr Stellvertreter Christoph Menne sowie Dr. Simon Jetzschke (Projektverantwortlicher des Friederike-Fliedner Berufskolleg) haben Ende März die Kooperation für das Projekt besiegelt.

Diakonie Mark-Ruhr gemeinnützige GmbH
Geschäftsstelle Hagen: (Sitz der Gesellschaft) Martin-Luther-Str. 11 58095 Hagen
https://www.diakonie-mark-ruhr.de/

Eine faire und nachhaltige Welt beginnt im Kindergarten

Der Kongress „Fair von Anfang an!“ am 8. April im Hospitalhof Stuttgart beschäftigt sich mit der Frage, wie bereits im Kindergarten mit der Sensibilisierung für eine faire und nachhaltige Welt begonnen werden kann. Die Vorträge, Workshops und Blitzlichter aus der Praxis richten sich an pädagogische Fachkräfte, Auszubildende, Studierende und Lehrende in der Frühkindlichen Bildung.

STUTTGART, 29.03.2019. Bereits 2015 hat die Weltgemeinschaft unter der Federführung der Vereinten Nationen die Agenda 2030 mit 17 Weltnachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDG) beschlossen. Zum Unterziel „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (BNE) wurde von der Bundesregierung ein nationaler Aktionsplan verabschiedet. Auch das Land Baden-Württemberg macht sich aktuell daran, eine landesweite BNE-Gesamtstrategie zu erarbeiten. Der Kongress „Fair von Anfang an!“ am 8. April im Hospitalhof Stuttgart nimmt das Thema ganz konkret für die Kindertagesstätten in den Blick. In Vorträgen und Praxis-Workshops geht es darum, wie bereits im Kindergarten mit der Sensibilisierung für eine faire und nachhaltige Welt begonnen werden kann.

Veranstaltet wird der Kongress vom Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung (ZEB) innerhalb der Evangelischen Landeskirche. „Mit dem Kongress möchten wir konkrete Vorschläge für ein klimagerechtes Handeln im Vorschulbereich erarbeiten. Die Kindertagesstätten sind ein Ort, wo Eltern, Fachkräfte und Kinder gemeinsam angesprochen werden können“, unterstreicht Ralf Häußler vom ZEB. Kooperationspartner sind unter anderem die Diözese Rottenburg-Stuttgart, die Initiative „kikuna“ aus Dornstadt, das Entwicklungspädagogische Informationszentrum (EPIZ) Reutlingen und die Außenstelle von Engagement Global, die im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) durchführt.

Zu den Initiatoren der Tagung gehören auch die Evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik, die bereits während der Erzieherausbildung das Thema der globalen Gerechtigkeit in den Blick nehmen. Für Schulleiterin Birgit Deiss-Niethammer von der Evangelischen Fachschule in Stuttgart-Botnang passt das Thema zum evangelischen und friedenspädagogischen Profil der Schule. „Unsere Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich in fächerübergreifenden Projekten exemplarisch mit den Themen Klimagerechtigkeit, fairem Handel oder Kinderarbeit. Sie setzen sich dabei mit der Frage auseinander, welche Zusammenhänge zwischen dem eigenen Lebensstil und den Lebensbedingungen anderer Menschen oder Generationen bestehen. Und sie entwickeln Ideen, wie bereits in der Arbeit mit Kindern und Familien in Kindertageseinrichtungen Grundlagen gelegt werden können, verantwortlich mit Ressourcen umzugehen.“

Beim Kongress stehen zielgerichtete Fragen im Mittelpunkt: Wie können pädagogische Fachkräfte, Eltern und Träger ein Verständnis für globale Gerechtigkeit entwickeln? Welche praktischen Handlungsmöglichkeiten gibt es in der Kita? Wie wird das Thema in der Erzieherausbildung aufgegriffen? „Endlich wird diese Lücke geschlossen und Globales Lernen hält Einzug in der Beruflichen Bildung in Baden-Württemberg”, unterstreicht Gabriele Winkler, Engagement Global, „Erzieherinnen und Erzieher haben eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, zukünftige Generationen aufzuklären und gemeinsam mit den Kindern alltagsbezogene Möglichkeiten für einen fairen, nachhaltigen Lebensstil zu entwickeln.”

Eröffnet wird der Kongress „Fair von Anfang an!“ von Oberkirchenrat Norbert Lurz und Kultusstaatssekretär Volker Schebesta. Das Kultusministerium unterstützt den Kongress im Sinne der landesweiten BNE-Strategie. „Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit spielen sowohl im Bildungsplan der Schulen in Baden-Württemberg als auch im Orientierungsplan für Kindertageseinrichtungen eine große Rolle. Im Rahmen der Entwicklung zu einer nachhaltigen und gerechteren Gesellschaft ist es wichtig, Kinder und Jugendliche schon früh mit der Thematik vertraut zu machen. Damit ihnen die Bedeutung und die Ernsthaftigkeit des Themas bewusst wird, brauchen sie aber auch Vorbilder, und da sind wir alle gefordert: Erzieher, Lehrkräfte und Eltern“, so Kultusstaatssekretär Volker Schebesta.

Das Interesse am Kongress ist groß, er ist mit über 300 Anmeldungen bereits ausgebucht, eine Warteliste ist eingerichtet. Den Keynote-Vortrag zum Thema „Globales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Ausbildung, Praxis und Alltag“ hält Susanne Schubert aus Bonn. Zum Programm gehören außerdem Blitzlichtrunden aus der Praxis, ein zentrales Podiumsgespräch, 13 Workshop-Angebote und ein Improtheater zum Abschluss, mit Mirjam Woggon und Jakob Nacken vom Harlekintheater Tübingen.

KONGRESS: Fair von Anfang an!
Montag, 8. April 2019, 9:30-16:30 Uhr, Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstraße 33, 
www.dimoe.de/veranstaltungen

Kontakt für inhaltliche Fragen:
Dietmar Böhm, stellv. Schulleiter Evang. Fachschule, Tel: 0711-697620, dietmar.boehm@ev-fs.de