Archiv für den Monat: September 2020

BeA-Newsletter Nr. 14

  1. Mitgliederversammlung 2020 wird ins Jahr 2021 verlegt und Oktobervideokonferenzen 2020
  2. Nachbesetzung des Vorstands – drei Plätze können aus der Mitgliedschaft des BeA nachbesetzt werden
  3. SVeA-Verantwortliche Lehrkraft ab 2021 gesucht
  4. Länderbeirat des BeA

Liebe Mitglieder des Bundesverbandes,
liebe Studierende des Verbandes,
sehr geehrte Damen und Herren,

Mit diesem nunmehr 14. Newsletter melden wir uns als Vorstand des Bundesverbandes evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) bei Ihnen.
Dies in Zeiten von COVID 19.
Wir hoffen mit diesem Newsletter einen Beitrag zur Transparenz unserer Arbeit als Vorstand leisten zu können.

Seit der Mitgliederversammlung im November 2019 hat der Vorstand, bestehend aus Andrea Schumann (Iserlohn), Ulrike Kläfker (Osnabrück), Silvia Gartinger (Berlin), Sabine Lang (Marburg), Susanne Weber- Ludwig, Dr. Annett Herrmann (Berlin), Matthias Kreiter (Speyer) und mir (Düsseldorf) seine Arbeit fortgesetzt, in Covid-Zeiten digital.

Nach unserer gelungenen Fachtagung in Dresden, die schon von der Beunruhigung um den Lockdown an unseren Schulen begleitet war, ist unser Leben und Arbeiten nun anders, digitaler und zumindest auf Verbandsebene ohne persönliche Begegnungen.

Teilweise haben wir Dienstreiseverbot, teilweise in unseren Schulen viel zu tun. Aber wir treffen uns im Videochat, wir treffen Entscheidungen und versuchen die Arbeit für den BeA auch in diesen, in ihren Abläufen und Bedingungen neuen Zeiten, verantwortlich zu gestalten.

Es gibt aus Sicht des Vorstandes zwei besonders wichtige Informationen für Sie alle:

  1. Wir haben schweren Herzens entschieden, die Mitgliederversammlung im November 2020 auf den November des nächsten Jahres zu verschieben. Das COVID-19-Abmilderungsgesetz ermöglicht das.
  2. Drei Vorstandsmitglieder – Silvia Gartinger, Andrea Schuman und Ulrike Kläfker – scheiden aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand aus. Daraus ergeben sich freie Plätze im Vorstand, die nachbesetzt werden müssen, damit die Vorstandsarbeit weiter gelingen und der Verband mit voller Kraft ins nächste Jahr gehen kann.

Zu 1:
Die Gründe, warum wir uns für eine Verlegung der Mitgliederversammlung in das nächste Jahr entschieden haben, möchten wir hier kurz skizzieren:

  • die insgesamt immer noch unsichere Entwicklung des Infektionsgeschehens.
  • die technischen, datenschutzrechtlichen Herausforderungen sowie die rechtssicheren Abstimmungsformate – dies bei Überlegungen, die Mitgliederversammlung digital durchzuführen.
  • die antizipierte besondere Belastung/ Herausforderung von Ihnen allen an Ihren Schulen und mögliche Dienstreiseverbote.

Nach ersten Überlegungen wollten wir die verschobene Mitgliederversammlung im März 2021 durchführen. Und sind nach näheren Überlegungen dazu gekommen, dass im Frühjahr 2021 immer noch die Zeit ist, in der Rausgehen, Lüften etc. deutlich schwieriger ist und das Infektionsgeschehen wahrscheinlich auch noch nicht wesentlich anders sein wird, als im Herbst 2020.

Um trotzdem in dieser besonderen Zeit untereinander einen möglichst persönlichen Kontakt zu halten und ein Forum für Ihre Anliegen und den Austausch, sowie die Rechenschaft über die Arbeit des Vorstandes zu ermöglichen, haben wir uns im Vorstand darauf verständigt, dass nahezu jedes Vorstandsmitglied acht bis zehn Mitglieder zu einer kleinen Videokonferenz einlädt. Dies möglichst bis zum 30 Oktober 2020. Wir werden in den Videokonferenzen über diesen Newsletter hinausgehend über unsere Vorstandsarbeit berichten und sind vor allem interessiert daran, wie es Ihnen, Ihrer Schulgemeinschaft und den Trägern geht.
Einladungen zu den kleinen Herbstkonferenzen erhalten Sie in Bälde, falls nicht bereits geschehen.

Zu 2:
Leider scheiden Silvia Gartinger, Ulrike Kläfker, und Andrea Schumann aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand aus. Nach langen Jahren des Engagements für den BeA dankt der Verband an dieser Stelle schon einmal ganz, ganz herzlich für die Arbeit im Vorstand und wünscht den drei ausscheidenden Vorstandsmitgliedern alles Gute. Persönlich wird die Verabschiedung im gebührenden, analogen Rahmen auf der nächsten Mitglieder- versammlung 2021 erfolgen.

Die drei Plätze der ausscheidenden Vorstandsmitglieder werden durch Nachberufung – wie in der Satzung in § 9.4 vorgesehen („… ergänzt sich der Vorstand durch Zuwahl für den Rest der Amtsperiode.“) – bis zur nächsten regulären Vorstandswahl besetzt.

Wir bitten Sie an dieser Stelle und auch bei den stattfindenden Videokonferenzen um Ihre Bereitschaft, für diese, für unseren Verband wichtige Aufgabe Vorstandsarbeit des BeA zur Verfügung zu stehen! Bitte sprechen sie uns bei Interesse möglichst bis Ende Oktober 2020 an.

Wir freuen uns immer, von Ihnen zu hören! Schicken Sie uns gerne Beiträge für die Homepage, senden Sie uns Informationen und Anliegen, von denen Sie denken, dass der BeA sich mit diesen beschäftigen sollte. Sie helfen so mit, unseren Verband in diesen besonderen Zeiten lebendig, zuversichtlich und immer wieder auch fröhlich sein zu lassen.

Zwei wichtige Anliegen hätten wir noch:

Der Verband sucht dringend eine Verantwortliche/ einen verantwortlichen für die SveA Arbeit. Bitte schauen Sie doch in Ihren Schulen, ob Sie nicht eine Kollegin oder einen Kollegen für diese spannende Arbeit begeistern können!

An alle, die Länderberichte erstellen: Bitte tragen Sie Ihren Bericht in das Online Formular für das Länderforum ein (https://docs.google.com/document/d/14K-6S_oKYLTFk8GpRfGsptf9lcKWUkPv17- jwi41ZU0/edit?usp=sharing), damit wir die gesammelten Berichte aus möglichst vielen Bundesländern bis Ende des Jahres an alle Mitgliedsschulen zur Information versenden können. Herzlichen Dank für diese Arbeit!

Wir freuen uns auf ein digitales Wiedersehen und spätestens im November 2021 hoffentlich auch ein analoges Treffen!

Mit besten Grüßen Der Vorstand des BeA

Gelebte Umweltbildung an den EFS Osnabrück

Evangelische Fachschulen für Sozialpädagogik starten Nachhaltigkeitsprojekte, die dazu beitragen sollen, „die Schöpfung zu bewahren“

Osnabrück, 21. September 2020. Nachhaltigkeit hat viele Facetten, und wer als Schule umweltfreundlicher und zukunftsorientierter agieren möchte, muss daher an verschiedenen Stellschrauben ansetzen. Wie das konkret aussehen kann, demonstrieren die Evangelischen Fachschulen Osnabrück (EFS-OS) derzeit mit unterschiedlichen Projekten und Ansätzen. Los ging es bereits vor mehr als 12 Jahren, also noch bevor Bewegungen wie „Fridays for Future“ Themen wie Klimawandel und Co. mehr Aufmerksamkeit beschert haben. Seit 2008 kooperieren die EFS mit der NaCon GmbH, um den CO2-Abdruck der Schule immer weiter zu verkleinern. „Doch das ist nur eine von vielen Initiativen, die wir gestartet haben, um die Umwelt zu entlasten, Energie einzusparen und Nachhaltigkeit zu demonstrieren“, berichtet EFS-Schulleiterin Ulrike Kläfker. Weitere Beispiele sind die Bienen-AG, die in diesem Schuljahr erstmalig stattfindet, eine neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, ein Blockheizwerk, das in den Herbstferien in Betrieb geht, sowie Spalierobst und weitere Bäume, die im Vorgarten der Schule gepflanzt werden.

Eingesparte Energiekosten finanzieren neuen Heizkessel

Beispiel CO2-Fußabdruck: Hierzu gehörte zu Beginn etwa der Rückbau des zentralen Warmwassers im Schulbereich. Zugleich wurden aber auch Zeitschaltuhren eingebaut und zugängliche Rohrleitungen gedämmt, um den Energieverbrauch zu minimieren. Ein weiterer Projektpfeiler war eine Neueinstellung der bereits vorhandenen Regelungstechnik. „Beweggründe für diese Maßnahmen waren, dass wir zum einen Kosten einsparen, zum anderen aber auch ein Zeichen für mehr Umweltbewusstsein setzen wollten“, berichtet Ulrike Kläfker. Von den Einsparungen sollte in der Folge ein neuer Heizkessel finanziert werden: „Wir haben damals sieben Jahre anvisiert und waren erstaunt, dass wir bereits nach drei Jahren genug Kosten gespart hatten, um 2011 die Heizzentrale umzubauen.“ Hierbei wurden auch Wärmeerzeugung und -verteilung neu strukturiert, Regelungstechnik und Pumpen modernisiert sowie das Heizungsnetz hydraulisch abgeglichen. „Ganz wichtig war für uns aber auch, dass Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen ein neues Bewusstsein in Sachen Raumlüftung und Heizung entwickeln. Hier gibt es ja ganz unterschiedliche Wohlfühltemperaturen, die erst einmal herausgefunden und abgeglichen werden mussten. All unsere Planungen setzen also immer die Mitwirkung und das Engagement aller Beteiligten voraus, sodass wir gemeinsam in Sachen mehr Nachhaltigkeit vorankommen“, kommentiert Kläfker.

Auftrag für Schüler und Lehrer

Weiter ging es 2015, als die EFS auf moderne LED-Technik umrüsteten und so weitere Energiefresser aus den Schul- und Klassenräumen verbannen konnten. Nach den Herbstferien sollen eine PV-Anlage gemeinsam mit einem Blockheizkraftwerk ihre Arbeit aufnehmen und für einen hohen Anteil Eigenstromproduktion sorgen. „Ab 2021 werden wir Überschussstrom abgeben können und unseren CO2Fußabdruck im Vergleich zu 2008 halbiert haben. Das macht uns nicht nur ein klein wenig stolz. Da wir uns Nachhaltigkeit und die Bewahrung der Schöpfung auf unsere Fahnen schreiben, ist es uns zudem immens wichtig, diesem Auftrag und Anliegen konkrete Taten folgen zu lassen. Ein sorgsamer Umgang mit unseren Ressourcen, Tier und Mensch beginnt im Kleinen, und jeder kann seinen Teil dazu beitragen – dies ist wichtiger Bestandteil unseres Selbstverständnisses als Bildungseinrichtung.“

Neue Bienen-AG vermittelt Wissen rund um die Honigbiene

Wie klein aber mit großem Einfluss Umweltbildung an den EFS weitergegeben wird, zeigt sich darüber hinaus am Beispiel der Bienen-AG. Unter Federführung von Pädagogin und Imkerin Rebecca Reuter lernen die Schülerinnen und Schüler einiges über den Umgang und die Pflege der Honigbiene sowie zugehörige Materialien zur Bienenhaltung. Dieses Wissen können sie später auch für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nutzen. Anfang September sind nach langer Vorbereitungszeit zwei Völker Honigbienen in den Schulgarten eingezogen. In ihren ersten Wochen an den EFS wurden sie schon aufgefüttert und gegen die Varroamilbe behandelt.

Auch die Anpflanzung von Spalierobst, Beerensträuchern sowie eines Kräuterbeets untermauert das vielseitige Umweltengagement der angehenden Erzieherinnen und Erzieher, ihrer Lehrerinnen und Lehrer. „In den kommenden Jahren wird uns gemeinsam bestimmt noch einiges einfallen, wie wir das immens wichtige Thema Umweltbildung mit Leben füllen und (be-)greifbar machen“, resümiert Kläfker.

Über die Evangelischen Fachschulen Osnabrück (EFS-OS)

Die Evangelischen Fachschulen Osnabrück (EFS-OS) sind eine der modernsten staatlich anerkannten Fachschulen für Sozialberufe, in denen lebendiges Lernen praktiziert wird. Als Ausbildungsstätte in evangelischer Trägerschaft werden neben fachlichen Ausbildungsinhalten Grundlagen christlichen Glaubens und Handelns vermittelt. In ihrer langjährigen Geschichte haben die EFS-OS die sich häufig verändernden Anforderungen an Erzieherinnen und Erzieher fortwährend in ein modernes Ausbildungsprofil umgesetzt. Die staatlich anerkannten Ausbildungen entsprechen der „Verordnung über Berufsbildende Schulen“ im Land Niedersachsen. Es werden Ausbildungsgänge in den folgenden Schulformen angeboten: Berufsfachschule Sozialassistenz, Fachschule Sozialpädagogik sowie Fachschule Heilpädagogik. Zudem bieten die EFS-OS Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu aktuellen berufsbezogenen Themen.

Kontakt:
Schulleiterin Ulrike Kläfker
Evangelische Fachschulen Osnabrück
Iburger Straße 183
49082 Osnabrück
Telefon (0541) 95 10 10
Fax (0541) 951 01 22
info@efs-os.dewww.efs-os.de

Helden der Kindheit

Schuljahr beginnt mit dem Kennenlernprojekt

Dass dieses Schuljahr im Regelbetrieb beginnen würde, haben vor Beginn der Sommerferien zwar alle gehofft – gewusst hat es aber niemand so genau. Das stellte das Team der Lehrerinnen, das an der Evangelischen Fachschule das Kennenlernprojekt organisiert, vor besondere Herausforderungen. Wie kann man all das, was pädagogisch wertvoll und mit Blick auf die Berufsfelder der Schülerinnen und Schüler wichtig, mit Blick auf die Philosophie der Fachschule selbstverständlich und eben mit Blick auf die Hygienemaßnahmen aufgrund der Pandemie nötig ist, umsetzen?

Zunächst haben die Lehrerinnen Jessyka Postolla, Kristin Brandes, Alice Pechauf und Susann Kloohs nicht nur einen Rahmen konstruiert, der den Schülerinnen und Schülern im Projekt Orientierung und Halt bieten sollte, sondern eben einen ggf. flexiblen Rahmen, der mehrere Varianten offenhielt. Diesen haben die Fachschüler der SP19-Klassen dann selbstständig ausgefüllt. Sie haben den Eröffnungsgottesdienst, Kennenlernspiele, Workshops und eine Stadtrallye geplant und schließlich umgesetzt. Dabei konnten sie Gelerntes anwenden, sich als Anleiter von Spielen und Aktivitäten erproben und auch im Teamwork weiter üben. Das war nicht immer einfach bzw. zufriedenstellend. Aber so ist das, wenn man lernt. Oder mit einem Held der Kindheit gesprochen: „Wo Hobelspäne sind, ist alles gut. Ist altes Koboldsgesetz.“

Diese Äußerung von Pumuckl, der Trickfilmfigur, die in der Werkstatt von Meister Eder zu Hause ist, beschreibt nicht nur das Üben und Erproben, das mit dem Kennenlernprojekt verbunden ist, sondern zeigt zugleich, unter welchem Motto das diesjährige Projekt stand. Neben diesem kleinen Rothaarigen, konnten die Schülerinnen und Schüler, die an der Fachschule die Ausbildung aufgenommen haben, zum Beispiel Kermit dem Frosch, Elsa, der Eiskönigin, Bob dem Baumeister oder Biene Maja „begegnen“. Mit diesen Helden der Kindheit macht der Schuljahresbeginn Spaß!

Ergänzt wurde dieser Auftakt durch weitere arbeitsmethodische Übungen und erlebnispädagogische Elemente, die durch die Lehrkräfte oder gemeinsam mit Partnern der Fachschule realisiert wurden.

Ab Montag gilt es dann, den Klassenraumunterricht aufzunehmen. In der Klasse, der Schulgemeinschaft oder in der sozialpädagogischen Praxis sind dann nicht nur Helden der Kindheit, sondern ganz viele Alltagshelden gefragt, die das gemeinsame Miteinander sowie den Alltag für Kinder und Jugendliche bereichern.

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Evangelische Fachschule für Soziale Berufe


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