Es war einmal… ein Theaterprojekt

Wenn der Gestiefelte Kater das Märchen „Hänsel und Gretel“ erzählt

Dass es an der Evangelischen Fachschule zum Repertoire gehört, Theater zu spielen, ist nichts Neues. Dass jährlich vor Weihnachten Märchen gespielt werden, ist inzwischen eine gute Tradition. Dass aber das Projekt von seinen Planungsanfängen bis zum Abschluss in dieser Woche eine ganz eigene Dynamik entwickeln würde, war in dieser Intensität bei Arbeitsbeginn nicht absehbar.

Bereits im Oktober begannen sowohl im Wahlpflicht-Unterricht Theaterpädagogik als auch für die Schüler-Projektleitung unter Führung von Lehrerin Ute Kwaschik die Vorbereitungen. Alle Anstrengungen inhaltlicher und organisatorischer Art liefen darauf hinaus, am 16.12.2020 in mehreren Kindertagesstätten, Grundschulen und Horten Theater zu spielen – für Kinder!

Mit der andauernden und immer weiter um sich greifenden Pandemie konnten die Anfangspläne natürlich nicht bestehen bleiben. Und so erhielt das Projekt immer wieder neue Impulse. Am Ende gab es nicht nur ein klares Hygienekonzept, das u.a. die Arbeit in festen Kleingruppen vorgab, sondern es gab vor allem inhaltlich und in der Umsetzung ganz neue Möglichkeiten.

Mit außerordentlich viel Freude und Engagement spielten die Schülerinnen und Schüler der SP 19 nicht einfach nur Märchen der Brüder Grimm, sondern parodierten nach Herzenslust. In der Verfremdung, der Übertreibung und Pointierung der Figuren bzw. Handlungen entstanden mehrere Märchenfilme – für Jugendliche und Erwachsene!

Da erzählte z.B. der Gestiefelte Kater das Märchen „Hänsel und Gretel“, in dem es Frau Holle schließlich auch schneien ließ. Bei Schneewittchen gab es statt der bekannten sieben Zwerge drei Ghetto-Zwerge und der Prinz kam nicht mit dem Pferd daher, sondern mit einem SUV. Schauspielerisch unübertroffen spielte die böse Königin nicht nur die Rolle der Bauersfrau, die Schneewittchen Waren feilbietet, sondern war eine rappende Influenzerin.

Das Resümee zum Projekt klingt großartig: „Es war anstrengend, teilweise stressig – in der kurzen Zeit zum Ergebnis zu kommen -, aber es hat sehr viel Spaß gemacht!“ Mit diesen Erlebnissen im „Gepäck“ der Ausbildung werden wohl auch zukünftig Kinder und Jugendliche in den Genuss kommen, Theater zu spielen. Die FachschülerInnen bringen jedenfalls ganz besondere Erfahrungen mit.

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