In seinem Positionspapier macht der Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) deutlich, dass der Fachkräftemangel in der Kinder- und Jugendhilfe nicht durch eine Absenkung von Qualifikationsstandards gelöst werden darf. Steigende gesellschaftliche Anforderungen erfordern vielmehr hochqualifizierte Fachkräfte und starke Fachschulen.
Der BeA kritisiert die in einigen Bundesländern vorgenommenen Änderungen der Fachkräftekataloge, durch die Assistenzkräfte oder fachfremde Berufsgruppen zu (Teil-)Fachkräften erklärt werden. Diese formalen Lösungen reduzieren den Mangel lediglich auf dem Papier, führen jedoch zu einer Entwertung des Fachkraftbegriffs und zu Qualitätsverlusten in der pädagogischen Arbeit.
Der BeA positioniert sich klar: Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf professionelle, fundierte pädagogische Begleitung. Eine nachhaltige Fachkräftepolitik muss daher auf qualitätsgesicherte Ausbildung, den Erhalt des Fachkraftstatus und langfristige politische Strategien für die gesamte Kinder- und Jugendhilfe setzen.
