Kategorie-Archiv: Aktuelles aus den Schulen

Fachtag „Personalarbeit 4.0 – Arbeit kompetenzorientiert gestalten“

findet am 21.11.2017 in der Diakonie Deutschland, im EWDE in Berlin statt.

Was heißt Personalarbeit 4.0?

Was sind die neuen Herausforderungen, denen sich Personalarbeit im Non-Profit-Bereich zu stellen hat, um marktfähig bleiben zu können?

Woraus ergeben sich Chancen für die Arbeitsfelder der Diakonie und der Freien Wohlfahrtspflege? Welche Rolle spielt dabei der DQR und die damit verbundene Kompetenzorientierung?

Der Fachtag wendet sich an Personalverantwortliche, Multiplikator_innen, Träger, Bildungseinrichtungen und Verbände.

Auf dem Fachtag werden ein Erklärfilm und ein Leitfaden zur kompetenzorientierten Arbeit präsentiert.

Die Teilnehmendenzahl des Fachtages ist begrenzt. Bitte melden Sie sich daher bei Interesse zeitnah an.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen mit dem dazugehörigen Anmeldeformular.

Vertiefungs-Bausteine für Krippenpädagogik

Wie überall im Land ist auch im Umfeld unserer Fachschule zu beobachten, dass die Krippenplätze stark ausgebaut werden. Der Krippenpädagogik beziehungsweise der Pädagogik für die Altersgruppe der unter Dreijährigen (U3) sollte darum auch im Rahmen der Erzieherausbildung genügend Raum und Aufmerksamkeit zukommen. Für uns war selbstverständlich, dass nicht nur diejenigen, die die PiA-Ausbildung machen, während ihrer Ausbildung alle Altersgruppen kennenlernen sollten (U3, 3-6-Jährige, Hortkinder), wie es für diese Ausbildungsform vorgeschrieben ist, sondern wir wollten dies auch für die klassische Ausbildung als elementaren Bestandteil ermöglichen. Das Krippenpraktikum als letztes Praktikum im Berufskolleg war dafür immer weniger geeignet, weil die Zahl der Quereinsteiger im Unterkurs der Fachschule zunimmt. Nach eingehenden Beratungen und konzeptionellen Überlegungen ist nun das Krippenpraktikum elementarer Bestandteil der Praxis im Oberkurs. Es wird damit dem Argument Rechnung getragen, dass unserer Einschätzung nach die Arbeit mit den Kleinsten das höchste Maß an Sensibilität und Fachlichkeit voraussetzt. Zudem wird dieses Praktikum mit Vertiefungsbausteinen, also zusätzlichen Unterrichtsstunden, bereits ab dem Unterkurs hinterlegt, die abschließend auch zertifiziert werden sollen. Nur so scheint uns gewährleistet, dass die von uns ausgebildeten Erzieherinnen und Erzieher beim Eintritt in den Beruf beste Voraussetzungen mitbringen, um auch in einer Krippengruppe hochqualifizierte Arbeit zu leisten.

BU: Pädagogik für die Altersgruppe der unter Dreijährigen (U3) spielt im Berufsfeld eine immer größere Rolle.

Kronenkreuz in Gold verliehen

Vor genau 30 Jahren hat Christiana Heinrich-Burscheid im Januar 1987 ihre Lehrtätigkeit an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik begonnen. Sie hatte damals ihr Diplom als Musiklehrerin im Hauptfach Rhythmik an der Musikhochschule Trossingen mit Bravour abgeschlossen und übernahm in Herbrechtingen den Bereich Musik, Rhythmik, Theaterpädagogik und Bewegungserziehung in der Erzieherausbildung. Als Ausdruck der großen Wertschätzung für den langjährigen Einsatz überreichte ihr Beate Sorg-Pleitner, Direktorin der Evangelischen Fachschule, das Kronenkreuz der Diakonie in Gold. „Unser Dank für Ihre mitreißende und professionelle Lehrtätigkeit kommt von Herzen“, sagte Sorg-Pleitner bei der Übergabe, „Sie haben tausende angehende Erzieherinnen und Erzieher für ihren anspruchsvollen Beruf im Bereich Musik und Bewegung ausgebildet und ihnen zur Entwicklung einer reifen Persönlichkeit und einer selbstsicheren Ausdrucksfähigkeit verholfen – ein großartiger Schatz fürs ganze Leben!“

Die Überreichung der Brosche mit Ehrenurkunde geschah unter anhaltendem Applaus der Schülerinnen und Schüler während der Aufführung der traditionellen Vesper. Das sei genau der passende Rahmen, betonte die Direktorin, „denn diese Veranstaltung haben Sie in den vergangenen Jahren aus einem kleinen Weihnachtssingen entwickelt und mit Performance, Theater und Rhythmik zum Highlight des Schuljahres ausgeprägt.“

 BU: Dozentin Christiana Heinrich-Burscheid (links) bekam für ihre 30-jährige Tätigkeit an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik das Kronenkreuz der Diakonie in Gold verliehen. Foto: Simon Steinhauer

Pfarrerin Beate Sorg-Pleitner, Direktorin
Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Herbrechtingen

www.fachschule-herbrechtingen.de

 

70 Jahre Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik in Stuttgart-Botnang

Jubiläen, kleine und große, sind immer eine Gelegenheit, um eine Bestandsaufnahme zu machen, Erinnerungen auszukramen und lebendig werden zu lassen. Wir haben das im Rahmen unseres Tages der offenen Tür im November getan, unter anderem durch:

  • Interviews mit ehemaligen Studierenden
    Wie verlief denn Ihr Werdegang nach der Ausbildung zur Erzieherin? Wenn Sie heute nochmals Studierende wären, was wäre Ihnen dann wichtig? Was möchten Sie Auszubildenden für die Tätigkeit als Erzieherin mit auf den Weg geben? Absolventinnen aus unterschiedlichen Jahrgängen gaben persönliche Antworten auf die Interviewfragen. Wie sich Einschätzungen im Laufe von Jahrzehnten wandeln, zeigte die Antwort der ältesten Ehemaligen auf die Frage, was sie denn von Männern im Erzieherberuf halte: „Männer finde ich in den Kindergärten nicht so gut, vor allem wegen des Singens. Ich habe immer viel mit den Kindern gesungen, das können die Männer nicht.“
    BU: Beim Tag der offenen Tür machte eine Modenschau den Wandel der Zeit deutlich.
  • Wandfries zu den jährlichen Absolventenzahlen
    Um einen Eindruck zu erhalten, wie viele Frauen und Männer in den vergangenen 70 Jahren in der Fachschule ausgebildet wurden, gestaltete eine Gruppe ein Wandfries im Stempelverfahren. Für jedes Abschlussjahr wurde die Anzahl der Frauen (rot) und Männer (blau) mit Stempelfiguren übereinander dargestellt. Die größeren Figuren stehen für jeweils zehn, die kleinen für eine einzige Person: Insgesamt waren es 4332 Frauen und 149 Männer.
    BU: Stempelmännchen symbolisieren die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in den vergangenen 70 Jahren.
  • Alte und neue Spiele
    Unsere Studierenden haben Ideen und Vorschläge gesammelt, um ein interaktives Spiele-Angebot für die Besucherinnen und Besucher anzubieten. Spiele wie „Pfennige an die Wand“, „Himmel oder Hölle“ oder „Gummitwist“ haben große und kleine Besucher am Tag der offenen Tür zum aktiven Mitmachen eingeladen.
    BU: Himmel oder Hölle: Als Aktion zum Mitmachen gab es alte und neue Spiele.
  • Geburtstagskaffee mit ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
    Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter folgten der Einladung zu einem Treffen bei Kaffee und Torte in der Fachschule. Lebendige Erzählungen, etwa von Kolleginnen, die in den 70er- und 80er-Jahren an die Fachschule kamen, machten deutlich, dass die Herausforderungen für Lehrkräfte früher wie heute in manchem (noch) ganz ähnlich sind.
    BU: Eine feine Geburtstagstorte wurde beim Treffen ehemaliger Mitarbeiterinnen und Mitarbeit serviert.

 

Wanderausstellung: Flucht und Vertreibung in der Kinder- und Jugendliteratur

Anfang der Jahres eröffnete die Botnanger Fachschule eine aktuelle Buchausstellung mit Kinder- und Jugendliteratur zum Thema „Flucht und Vertreibung“. Präsentiert wurden rund 40 Titel von A wie „Akim rennt“ über M wie „Maulwurf Grabowski“ bis Z wie „Zuhause“. Die Ausstellung zeigt die Vielfalt an Literatur zum Thema und unterstützt die künftigen Erzieherinnen und Erzieher dabei, die Bücher in der Kita einzusetzen und die Fragen der Kinder zum Thema Flucht und Fremdsein pädagogisch sinnvoll aufzugreifen.

Die ausgestellten Kinder- und Jugendbücher eigenen sich alle zum gemeinsam Betrachten und Vorlesen mit Kindern oder Jugendlichen. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung angelegt und kann inklusive Roll-Up und Infomaterial gerne bei der Fachschule ausgeliehen werden: stuttgart@ev-fs.de

BU: Das Roll-Up zeigt einige Buchtitel der Wanderausstellung „Flucht und Vertreibung“.

mission maths: Fünf Schulen in Europa rechnen für eine gemeinsame Sache

Wie kann mathematisches und naturwissenschaftliches Interesse bei Kindern geweckt und aufrechterhalten werden? Dieser Frage geht die Haller Fachschule gemeinsam mit Schulen aus Polen, Spanien, Italien und Griechenland nach. Das Projekt „mission maths“ wird von der Euro­päischen Union über ERASMUS plus unterstützt und läuft von September 2015 bis September 2018.

Unser Beitrag: Erfahrungsorientiertes und selbstmotiviertes Lernen

Als Fachschule in Schwäbisch Hall bringen wir unser Know-How bezüglich Lernmotivation von Kindern und Jugendlichen ein und geben Erfahrungen aus unserer pädagogischen Arbeit im Projekt „Haus der kleinen Forscher“ weiter:

  • Forschendes Lernen: Wir lenken das Augenmerk auf Situationen, in denen mathematische Fähigkeiten unseren Alltag erleichtern, können kreative Problemlösestrategien weitergeben und zum Einsatz innovativer Methoden motivieren, die den Forscherdrang der Kinder und Jugendlichen unterstützen.
  • Wir regen an, die Perspektive zu verändern. Wir schauen ganz bewusst und genau auf das Neugierverhalten der jungen Kinder. Ihr Interesse an einer ganzheitlichen Welterkundung und der „handgreifliche“ Zugang kann auch dem mathematischen und naturwissenschaftlichen Lernen mehr Sinnlichkeit und Alltagsnähe geben.

Online-Workshops und Begegnungen

Lehrkräfte aus den Partnerländern

Neben Planungs- und Kooperationstreffen in Polen, Deutschland und Spanien gestalteten wir mehrere Online-Workshops für die vier Partnerschulen – zum Beispiel zum Thema Optik (Licht, Spiegelung, Dunkelheit, Schatten, Farben) und zum Thema Mathematik (Fibonacci-Folge und Goldener Schnitt mit Beispielen aus Architektur und Natur). Bei der Workshop-Woche in Schwäbisch Hall tauschten wir uns mit 20 Lehrkräften aus den Partnerländern über innovative Unterrichtsmethoden aus und genossen die kulturübergreifende Begegnung. Wir bekamen viele positive Rückmeldungen für die gute Organisation und die herzliche Gastfreundschaft. Auch bleibt das gemeinsame Fußballschauen dem Lehrerteam aus Griechenland in lebhafter Erinnerung, wie eine Rückmeldung per E-Mail zeigt: „Thank you once more for the wonderful moments we shared! So sad that your team didn’t make it to the finals.”

Unsere Studierenden profitieren sehr durch den Blick über den Tellerrand. Sie können bei Hospitationen vor Ort erfahren und erleben, wie in anderen Ländern pädagogisch gearbeitet wird und teilen diese Eindrücke dann in der Schulgemeinschaft mit dem ganzen Haus. Alle sind so begeistert dabei, dass wir für die nächste Studienfahrt die Plätze auslosen mussten.

Martin Berger, Direktor

Theaterprojekt zum Thema „Flucht“

Im Schwerpunkt Theaterpädagogik erlebten die Studierenden aus dem Oberkurs vier intensive Studientage mit der Inszenierung eines Theaterstückes. Dass dies innerhalb von vier Tagen wirklich gelingen kann, können sich die Studierenden meist nicht vorstellen. Aber bisher gab es jedes Jahr eine tolle Werkstatt-Aufführung; das meint: Das Stück, die Rollen und Szenen sind erarbeitet, angelegt und können vorgespielt werden. Für eine Aufführung vor öffentlichem Publikum fehlen sicher noch die Verfestigung und der Probenfeinschliff. Das Ziel der Schwerpunktsetzung Theaterpädagogik ist aber auch nicht die Aufführung eines klassischen Schultheaterstückes, sondern die Vermittlung und Erprobung von theaterpädagogischen Methoden und Techniken. Die Auszubildenden sollen ein erstes fachliches Wissen über theaterpädagogische Grundlagen erwerben und diese anhand eines konkreten Theaterstückes in der abschließenden Werkstattinszenierung zusammenführen und aktiv erproben.


Da in der Gesellschaft das Thema „Nach Deutschland kommen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Elend“ die Emotionen und Gedanken beherrscht, war in unserem Theaterpädagogik-Team bald klar: Wir wagen über das Theaterspiel eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht. Flucht bedeutet Not – Aufbruch – Unterwegssein – Ankommen. Diese Themen suchten wir in Geschichten und Stücken, die sich auch für Kinder und Jugendliche in der Umsetzung als Theaterprojekt anbieten. Fündig wurden wir schließlich im Volksmärchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ der Gebrüder Grimm und dem dazu entwickelten Theaterstück von Friedrich Karl Waechter.

Es folgte eine intensive Auseinandersetzung mit dem Stück und dem Nachspüren ganz persönlicher Fragen: Aufbruch, Unterwegssein, Ankommen, Fremdsein … – kenne ich das auch in meinem Leben?

Später wurde mit der Methode des Ausdrucksspiels Jeux-Dramatiques eine spielerische Auseinandersetzung mit diesen Themen angeregt und erlebt.

Nach den intensiven Inszenierungs- und Probeeinheiten sowie der Werkstattaufführung am letzten Vormittag waren die Studierenden zwar erschöpft, aber auch sehr zufrieden und stolz auf „ihr“ Stück. Und im abschließenden Feedback-Kreis wurde eines sehr deutlich zurückgemeldet: Die Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht über dieses theaterpädagogische Projekt hatte alle sichtlich bewegt, sensibilisiert und um Erkenntnisse bereichert. Das „Theaterspielen“ hatte ihnen tatsächlich neue Erfahrungsräume eröffnet.

Antje Bauer, Dozentin

Adams Äpfel und Hiob: Ein Wochenende im Namen der Gerechtigkeit

An einem Wochenende im Herbst kamen kursübergreifend Schülerinnen und Schüler zusammen, um mit den beiden Religionspädagogik-Dozentinnen Jasmin Laritz und Silvia Butz-Horlacher das Thema Gerechtigkeit zu bearbeiten. Den Einstieg bildete der dänische Film „Adams Äpfel“ – eine schwarze Komödie, die makaber ist und zuweilen bis an die Schmerzgrenze geht. Der Film ist intelligent gemacht, enthält auch warmherzige Sequenzen und ist gefüllt mit biblischen Motiven, vor allem aus dem Buch Hiob. Die Komödie greift die große Frage der Menschheit auf, die auch in der Bibel gestellt wird: Warum lässt Gott das zu? Wir schauten uns die Motive des Films „Adams Äpfel“ in Bezug auf das Hiobbuch genauer an. Der Text aus der Bibel widerspricht der Annahme, dass Krankheit und Leid als Strafe für Sünde und Vergehen anzusehen sind. Denn Hiob wird als Mann „ohne Fehl und Tadel“ beschrieben, dem dennoch Schreckliches widerfährt.

In einer weiteren Einheit beschäftigten wir uns mit der philosophischen Sicht auf die Gerechtigkeit: Unsere Zeit ist geprägt von Selbstverwirklichung, individueller Freiheit, von einer Offenheit, sich selbst ein sinnerfülltes Leben zu „basteln“. Aber wie sieht es mit der globalen Verantwortung aus, wie können wir zumindest gedanklich-philosophisch dem Thema der globalen Gerechtigkeit nahekommen?

So wurde Gerechtigkeit an diesem Wochenende in unterschiedlichen Bereichen – theologisch, cineastisch, philosophisch – heiß diskutiert und auch praktisch umgesetzt: Upcycling war unsere Antwort auf unser oft ungerechtes (Konsum-)Verhalten.

Am Ende bleibt für alle ein unvergessliches Wochenende. Studierende und Dozentinnen konnten sich einmal ohne schulischen Rahmen erleben und Leben teilen.

Silvia Butz-Horlacher und Jasmin Laritz, Dozentinnen

 

Informationen zur Flüchtlingsarbeit in Reutlingen

Asylpfarrerin Ines Fischer

Asylpfarrerin Ines Fischer war zu Gast in der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Reutlingen, um über ihre Arbeit und das zukünftige Berufsfeld mit unseren Auszubildenden zu sprechen. Denn in Zukunft werden Erzieher und Erzieherinnen in Kindergarten, Kita und Jugendhaus vermehrt Menschen begegnen, die eine Fluchtvergangenheit haben. Als Asylpfarrerin bietet sie in ihrer Beratungsstelle des Diakonieverbandes eine Sprechstunde für Flüchtlinge an, besucht die Menschen in den Asylunterkünften, ist dort Ansprechpartnerin, stellt Kontakte im Asylkaffee her, spricht mit Menschen aus den Kirchengemeinden über Einsatzbereitschaft und Ängste, setzt sich mit Vorurteilen auseinander und vermittelt Hilfsangebote.

Die Referentin machte Mut dazu, Menschen aus der Fremde kennenzulernen und sich auf sie einzulassen: „Das ist vielleicht nicht immer einfach, aber lohnend und bereichernd.“ Die Asylpfarrerin erinnerte an die biblische Botschaft zum Umgang mit Geflüchteten: „Wir sind eine Kirche, die eine Tradition hat. Es steht in der Bibel: Wenn Menschen irgendwo fremd sind und eine Heimat brauchen, sollen wir sie aufnehmen und sie menschenfreundlich behandeln.“

BU: Asylpfarrerin Ines Fischer aus Reutlingen informierte über die Beratungsstelle des Diakonieverbandes.

Playmobil-Film: Spurensuche zur Reformation

Während unserer Projektwoche in der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Reutlingen waren die Schülerinnen und Schüler in einem spannenden Prozess unterwegs, um die Spuren der Reformation in und um Reutlingen zu finden. Daraus ist dann ein Film mit Playmobil-Figuren im Stop-motion-Verfahren entstanden. Ein Schnelldurchlauf durch die Geschichte Reutlingens: Vom kleinen Dorf zur freien Reichsstadt bis zur Vorreiterrolle für die Reformation in Süddeutschland – so macht Unterricht in Religionspädagogik Spaß!

http://www.fachschule-reutlingen.de/schulprofil/projekte.html

BUNNER-CUP 2017

Ein Volleyball-Turnier mit langer Tradition

Am Freitag, dem 31. März 2017 wurde an den Berufsbildenden Schulen der kreuznacher diakonie der Bunner-Cup, ein großes, schulinternes Volleyballturnier mit 29-jähriger Tradition, ausgefochten. Das Turnier wurde eingeführt von Frau Bunner, einer ehemaligen Lehrerin des Faches Bewegungslehre. Seitdem hat sich diese große Schulveranstaltung zu einem Highlight im Schulalltag entwickelt.

Auch in diesem Schuljahr waren – wie auch die Jahre zuvor – etliche ehemalige Schülerinnen, Schüler und Gäste erschienen, um die heitere Wettkampf-Atmosphäre zu genießen und alte Kontakte zu pflegen.

Gut gelaunte Mannschaften, Fans und Schiedsrichter/innen erlebten einen ereignisreichen Tag, der in bester Erinnerung bleiben wird. Am Spielfeldrand wurde mit leckeren Speisen und Getränken für das leibliche Wohl gesorgt.

Dieses Jahr war es das Team der Heilerziehungspflege Unterstufe, das den heiß umkämpften Pokal und die Sieger-Urkunde nach spannenden Begegnungen und in einem Finale gegen die Lehrermannschaft erringen konnte.

Die Medaillen für die beiden erstplatzierten „Fit-Fair-Funny-Fan-Teams“ erhielten sowohl die Erzieher berufsbegleitend Mittelstufe als auch die Erzieher berufsbegleitend Oberstufe. Mit dieser Medaille werden Klassen mit den originellsten, ausdauerndsten und sympathischsten Cheerleader-Gruppen bedacht.

Thesentag zum Reformationsjubiläum 2017

Im November 2016 wurden auf der letzten Mitgliederversammlung des Bundesverbandes evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) und der Studierendenvertretung evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (SVeA) anlässlich des Reformationsjubiläum 2017 9,5 Thesen erstellt:

 

These 1:

Träger evangelischer Fachschulen für Sozialpädagogik übernehmen Verantwortung für Bildung und Mündigkeit.

These 2:

Evangelische Fachschulen für Sozialpädagogik leben Kirche und Diakonie in der Gesellschaft.

These 3:

Evangelische Fachschulen für Sozialpädagogik wirken innovativ an der Professionsentwicklung mit.

These 4:

Evangelische Fachschulen für Sozialpädagogik vertreten einen klaren Standpunkt und suchen den Dialog.

These 5:

Evangelische Fachschulen für Sozialpädagogik achten die Würde und die Freiheit des und der Einzelnen, und ermutigen ihn und sie zu gesellschaftlicher Verantwortung.

These 6:

Partizipation ist unverzichtbares Strukturmerkmal evangelischer Fachschulen für Sozialpädagogik.

These 7:

Ausbildung an evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik zeigt sich im klaren Mandat für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

These 8:

Evangelische Fachschulen für Sozialpädagogik verstehen Zusammenarbeit mit Praxis als Bildungspartnerschaft.

These 9:

Evangelische Fachschulen für Sozialpädagogik gestalten Zukunft in protestantischer Überzeugung.

These 9,5

Hoffbauer gGmbH, Fachschule für Sozialwesen, Hermannswerder:

FÜR UNS, ALS EVANGELISCHE FACHSCHULE, SOLL WERTEENTWICKLUNG DAS FUNDAMENT: SCHULISCHER LEISTUNGEN SEIN.

 

Die These 9,5 entstand am Thementag unserer Fachschule am 23.01.2017. Um 09.00 Uhr trafen sich die Schüler des 1. und 3. Ausbildungsjahr der Erzieherausbildung und einige Lehrer in der Kirche. Als Gäste waren Herr Dr. Krätzig und Herr Dr. Franzen anwesend. Als Einstieg zum Thementag wurde der Film: „Luther und die Nation“ gezeigt. Pfarrer Lehnert griff die Frage auf: Was macht christliches bzw. evangelisches Denken und Handeln aus? und bezog sich auf das Miteinander in der Fachschule. Mit dem Lied „Möge die Straßen uns zusammenführen“ sind alle Anwesenden auf die Arbeit in den einzelnen Workshops eingestimmt worden.

Fragestellungen wie:

  • Welchen Beitrag leisten die evangelischen Fachschulen im interkulturellen und interreligiösen Dialog?
  • Welche Bedeutung hat Partizipation im Alltag ev. Fachschulen?
  • Brauchen wir in der Schule und Praxis ein christliches Menschenbild?
  • Unterscheidet sich unsere Ausbildungsstätte von öffentlichen Fachschulen?
  • Welche Werte sind uns wichtig?

sollten gemeinsam diskutiert werden und in Kollagen umgesetzt werden. Neben diesen genannten Workshops gab es die Möglichkeit musikalisch kreativ zu sein und einen modernen Song zum Thementag mit Stimme zu präsentieren. Einige Schüler nutzen die Möglichkeit die farbliche Gestaltung der lutherischen Fabel „Von der Stadtmaus und der Feldmaus“ mit der Erkenntnis -wer reich ist, hat viele Sorgen. Ca. 20 Blätter sind am Ende des Workshops „Hoffbauerprojekt“ entstanden. Jede Seite weist die schönste Handschrift eines Schülers auf und beinhaltet Auszüge aus der Bibel. So soll eine handschriftliche Bibel der Hoffbauer gGmbH entstehen.