Kategorie-Archiv: Aktuelles aus den Schulen

Gebt die Welt in Kinderhände

Mit dem Kennenlernprojekt ins Schuljahr 2021/2022

Unter dem Motto „Gebt die Welt in Kinderhände“ gestalteten die Schülerinnen und Schüler der SP20-Klassen den diesjährigen Auftakt in das neue Schuljahr. Dieses Motto diente als „roter Faden“ für all die Aktivitäten, Spiele und Workshops, die seit letztem Donnerstag einen wesentlichen Teil des Kennenlernprojektes ausmachten und eben in der Verantwortung der zukünftigen Erzieherinnen und Erzieher lag.

Die jungen Frauen und Männer konnten sich im Rahmen dieses Projektes mit ihren Ideen einbringen, sich in der Teamarbeit erproben, das Anleiten von Gruppen üben und schließlich den Arbeitsprozess kritisch reflektieren. Dass diese Übungen nicht nur sehr praxisnah, sondern vor allem auch erkenntnisreich sind, war das Ausbildungsziel für diese Phase. Manches, was sich aus Anleitersicht leicht und gelungen anfühlte, wurde von den neuen Schülerinnen und Schülern als langatmig empfunden. Vor allem organisatorische Aspekte, die die Anleiter*innen als einen normalen Übergang wahrgenommen haben, spiegelten die Teilnehmenden als unnötige Wartezeit. Doch getreu der Feedbackmethode „TIPP – TOP – TONNE“ gab es auch viel Lob für die abwechslungsreiche Gestaltung der ersten Tage und vor allem für die Möglichkeit, sich nach teilweise langer (coronabedingter) Schulabstinenz spielerisch in eine neue Klasse und den neuen Lebensabschnitt einzufinden.

Das Kennenlernprojekt ist jedoch mehr als nur eine praktische Übung für die Schüler*innen des zweiten Ausbildungsjahres. Es ist auch das Herantasten und Auffrischen arbeitsmethodischer Grundlagen unter den Schlagworten wie z.B. Lernmotivation, Lernumgebung und Lerntypen. Ergänzt wird dieses Projekt vor allem für die Klassen in der Teilzeitausbildung durch Projekt- und Seminartage. So fand am 09.09.2021, am „Internationalen Tag des alkoholgeschädigten Kindes“, in Zusammenarbeit Frau Engelhardt-Oxe von der Drogen- und Suchtberatungsstelle Haldensleben ein Fachtag für die Klasse TZA 19 statt, an dem die Schülerinnen und Schüler ihre beruflichen Erfahrungen zu diesem Thema austauschen und fachlich vertiefen konnten.

In der kommenden Woche beginnt dann an der Fachschule der Unterricht entsprechend des Stundenplanes – ganz regulär, im Regelbetrieb. Für das Team der Fachschule bedeutet das auch, dass das gesamte Kennenlernprojekt 2021 reflektiert und mit Blick auf das nächste Schuljahr mit den diesjährigen Erfahrungen und neuen Ideen weiterbearbeitet wird.

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Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider

Projekttag beschließt das erste Ausbildungsjahr

„Am Ende des ersten Ausbildungsjahres an der Berufsfachschule für Sozialassistenz sollte eigentlich auch in diesem Schuljahr ein Projekttag stehen.“ So die Aussage der Fachlehrerin Frau Pechauf zu Beginn des Schuljahres 2020/21. Der Unterricht im Lernfeld 6, in dem es darum geht, zu lernen, wie man Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsprozesse strukturiert, reflektiert und an diesen mitwirkt, sollte einen praxisnahen Abschluss finden. 

Dass dies aufgrund der Corona-Pandemie schon im letzten Sommer nicht in der gewünschten Art und Weise gelang, war traurig, aber nicht zu ändern. Aber auch in diesem Schuljahr rückte die geplante Zusammenarbeit mit den Grundschulen in unerreichbar weite Ferne. Doch aufgeben gilt nicht. Die Ausbildung muss so praxisnah wie möglich weitergehen.

Und so war es am Schuljahresende in der Evangelischen Fachschule noch einmal ganz aufregend.  Schon ganz früh am Morgen war es so richtig trubelig. Überall wuselten Schülerinnen und Schüler der SAS20-Klassen herum. Pinsel wurden sortiert, Papier geschnitten, Luftballons aufgeblasen u.v.a.m.. Der Praxistag fand kurzerhand in der Schule in klassenübergreifenden Kleingruppen. 

Zu den Themen „Wenn ich einmal groß bin…“ – rund um Berufe / Traumberufe und „Farben“ hatten sich die angehenden SozialassistentInnen verschiedene kleine Angebote überlegt. Insgesamt gab es 24 unterschiedliche Kreativangebote und Experimente. Die angehenden pädagogischen Fachkräfte haben die verschiedenen Angebote in gemischten Gruppen miteinander durchgeführt und sich gegenseitig angeleitet. „Die Schülerinnen und Schüler machen gerade ganz wichtige Erfahrungen“, lautete das Zwischenfazit, dass der Fachlehrer Herr Schöpe bereits während des Projekttages zog.

Die abschließende, gemeinsame Reflexion der Klassen durfte natürlich nicht fehlen. Es war ein erkenntnisreicher und vor allem praktischer Schultag, der eine gelungene Überleitung ins zweite Ausbildungsjahr darstellte, in dem es dann heißen wird, alle zwei Wochen in den sozialpädagogischen Partnereinrichtungen der Fachschule tätig zu sein.

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Warum braucht Schnuddel einen Hut?

Berufsabschluss als Erzieherin und religionspädagogische Fachkraft an Kindertagesstätten erworben

Seit 2015 besteht an der Evangelischen Fachschule für Soziale Berufe Wolmirstedt die Möglichkeit, neben dem Berufsabschluss auch eine Zusatzqualifikation zu erwerben. Dem Schulprofil entsprechend, bietet sich den zukünftigen Erzieherinnen und Erziehern die Chance, den Blick auf das religionssensible Arbeiten zu richten und die eigenen Fähigkeiten in diesem Bereich zu entwickeln.

Der Kurs, der im Oktober 2020 in Drübeck begann, wurde als hybride Fortbildung in den wechselhaften Zeiten der Corona-Pandemie durchgeführt. Präsenzseminare in der Domgrundschule Magdeburg, das Arbeiten am häuslichen Arbeitsplatz und vor allem die Erprobung der Kursinhalte im Rahmen der praktischen Tätigkeit in den Kindertagesstätten führten die Kursteilnehmer*innen Schritt für Schritt zu neuen Kompetenzen. Dabei gliederten die Perlen des Glaubens sowohl die Phasen der Selbstreflexion als auch die Themen des Kurses.

Der Abschlussgottesdienst stand dieses Jahr unter dem Gedanken „Behütet sein“. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Geschichte von Janosch „Warum braucht Schnuddel einen Hut?“. Die Antwort ist vermeintlich einfach: “Schnuddel sagt: ‚Ich brauche einen Hut, damit er mich behütet. Hut – Hüte – behütet. So kann man es schon hören, wie er mich behütet. Wenn es also vom Himmel aus der großen Gießkanne regnet, setze ich meinen Hut auf – und werde nicht nass. Weil ich mich unter dem Hut befinde. Ich gehe im Regen herum, das Wasser plätschert auf meinen Hut und ich werde nicht nass, denn durch meinen Hut geht kein Wasser. Weil er mich behütet.
Dafür brauche ich meinen Hut.“

Insgesamt wurden 24 zukünftige Erzieherinnen und ein Erzieher für ihren Dienst als religionspädagogische Fachkräfte in Kindertagestätten gesegnet. Neben der Urkunde und dem Zertifikat erhielten die Teilnehmer einen kleinen Sonnenhut als Zeichen, dass Gott Sie behütet.

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Friederike- Fliedner Berufskolleg Iserlohn – „Tag der kleinen Forscher 2021“

Der Tag der kleinen Forscher wird alle zwei Jahre als Großveranstaltung des KJU Iserlohn, der SIHK zu Hagen und dem Friederike-Fliedner Berufskolleg des Diakonischen Werkes Iserlohn durchgeführt und findet  in dieser Kooperation seit 2911 statt.

Die Freude bei den Organisatoren der Wirtschaftsjunioren KJU Iserlohn und dem Friederike- Fliedner Berufskolleg auf den diesjährigen „Tag der kleinen Forscher“ ist groß, auch wenn aufgrund der Corona-Pandemie der traditionelle Aktionstag mit ca. 800 Kindern nicht wie gewohnt im Sauerlandpark in Hemer stattfinden kann. Grund ist ein zum Mitmachen einladendes Erklär-Video, das die Verantwortlichen in Zusammenarbeit mit André Gatzke vom WDR Köln und den Studierenden des Iserlohner Friederike Fliedner Berufskollegs gedreht haben. Das Video wird allen Kitas aus Iserlohn, Hemer, Menden und Balve zur Verfügung gestellt und soll diese unterstützen, die Experimente zum diesjährigen „Tag der kleinen Forscher“ mit den Kindern vor Ort durchzuführen.

„Uns ist es sehr wichtig, dass wir auch in diesem Jahr in Zeiten der Corona-Pandemie den bundesweiten Mitmachtag der Stiftung „Haus der keinen Forscher“ für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) hier in der Region (Iserlohn und Hemer (Menden, Balve) umsetzen. Da ein Aktionstag nicht möglich war, entstand die Idee eines Youtube-Films für den „Tag der kleinen Forscher digital“, erklärt Robin Apel, Vorsitzender des KJU Iserlohn.

In diesem Jahr dreht sich bei dem Aktionstag alles um einen wichtigen und besonders bei Kindern beliebten Werkstoff: das Papier. Gefaltet, zerrissen, zusammengeknüllt – schon im jüngsten Alter sammeln Kinder Erfahrungen mit diesem Werkstoff. Später nutzen Mädchen und Jungen Papier, um darauf zu schreiben und zu zeichnen oder um daraus dekorative Objekte und raffinierte technische Konstruktionen zu gestalten. Papier bietet unzählige Möglichkeiten.

Im Rahmen ihrer Ausbildung entwickelten die Studierenden der PiA I und PiA II (1. und 2. Ausbildungsjahr)  für den diesjährigen Forschertag verschiedene Experimente zum Thema Papier. Zwei davon konnten jetzt professionell verfilmt werden: ein Papierorchester und ein Insektenhotel.

Vor zwei Wochen stand dann ein gemeinsamer Drehtag der Studierenden mit André Gatzke vom WDR an. Im Film zeigen und erklären die Studierenden den Kindern zum einen, wie man ein Papierorchester, bestehend aus Kastagnetten, einer Rasseltrommel und Miniatur-Regenrohren, bauen kann. Als weiteres Experiment wählten die Studierenden die Konstruktion eines Insektenhotels aus Tetrapackungen. Der Film vermittelt, welche Schritte zum Bau des Insektenhotels nötig sind und mit welchen Naturmaterialien je Bewohnergruppe – Assel, Schmetterling oder Bienen – die „Zimmer“ gefüllt werden sollten. Die beiden  Experimente lassen sich leicht umsetzen.    

Zwei weitere Experimente wurden in Eigenregie der Studierenden als Trickfilme produziert und werden auch demnächst veröffentlicht.

Forschendes Lernen ist ein Basisbaustein frühkindlicher, ressourcenorientierter Bildung. Die Kinder werden angeregt, ihre Selbstbildungspotentiale zu nutzen und zu erweitern, Wege zu finden, die Welt zu entdecken und sich gemeinsam mit deren Komplexität auseinanderzusetzen.

So fördert das Forschen und Experimentieren auch das Interesse für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik und stärkt weitere, für den Lebensweg wichtige Basiskompetenzen, wie Sprache, Sozialkompetenz, Feinmotorik, lösungsorientiertes Handeln und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dabei kommt den pädagogischen Fach- und Lehrkräften in Kitas, OGS und Grundschulen eine besondere Rolle zu: Sie motivieren und begleiten die Kinder dabei, scheinbar Selbstverständliches kritisch zu hinterfragen, moderieren das gemeinsame Lernen der Kinder und Erwachsenen und die Suche nach den Bedeutungen ihrer Entdeckungen.

Da der „Tag der kleinen Forscher online“ nicht wie gewohnt unter aktiver Beteiligung der Kinder stattfand, entfielen in den Videos ganz bewusst die für das Forschen wichtige Forscherfragen, die direkt an die Kinder gerichtet sind oder von den Kindern selber entwickelt werden. 

Dieser Teil des forschenden Lernens, die Entwicklung von Forscherfragen und die Zuschreibung der Bedeutungen, soll so aktiv in die jeweiligen Einrichtungen weitergegeben werden, so dass die Anregungen aus den Videos zu ganz individuellen Forscherfragen von Kindern und Erziehern führen. 

Eine liebevoll gestaltete Materialliste mit kleinen Anregungen dazu ergänzt das Video.

Der Film und einzelne Sequenzen zu den Experimenten ist auf Youtube unter folgendem Link anzusehen:

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Schritt für Schritt – Meter für Meter – GEMEINSAM

Evangelische Fachschule startet bei der Digitalen Firmenstaffel

Am Anfang steht wie immer eine Idee. Und Ideen braucht man in den Zeiten der Pandemie nahezu ununterbrochen. Wie pflegt man zum Beispiel in diesen Wochen und Monaten den Kontakt zu Schülerinnen und Schülern? Wie kann man, wenn doch so viele Stunden im Distanzlernen und Homeschooling, also mehrheitlich im Sitzen stattfinden, Bewegung initiieren? Wie kann man bei allen Eindämmungsverordnungen und Hygienemaßnahmen für die Schulgemeinschaft ein gemeinsames Erlebnis schaffen?

An der Evangelischen Fachschule haben engagierte und findige Lehrerinnen diese Fragen nicht nur beantwortet, sie haben sozusagen ein eigenes olympisches Feuer entfacht. War am Anfang vielleicht die Devise „Dabeisein ist ALLES!“, so wurde schnell klar, hier bewegt sich was. Insgesamt 50 Starterinnen und Starter (darunter neun Lehrer*innen) ließen sich anstecken von der Idee, zu laufen. Manch eine(r) kann dabei allen anderen das geliebte Hobby zeigen, andere trauen sich jetzt, das Laufen zu versuchen, wieder andere stellen fest, dass das Laufen aus ihrem Alltag „verschwunden“ ist und entdecken es neu.

Seit dem 01.Mai 2021 zählen alle fleißig die gelaufenen Kilometer, die für die Evangelische Fachschule eingetragen werden, ganz digital über eine App, ganz coronakonform, wenn jede(r) für sich, in Begleitung des vierbeinigen Freundes oder zu zweit joggt. Doch es sind nicht nur die Kilometer, die zählen. In jeder Laufwoche stellen die Initiatorinnen Jessyka Postolla und Alice Pechauf der Laufgemeinschaft frei, an einer Challenge teilzunehmen. Die erste Aufgabe lautete „Ich habe ein Foto für Dich!“ – Fotos von den Laufstrecken, Turnschuhmotive oder Ähnliches konnten eingereicht werden. Jetzt wird über das Schönste abgestimmt, um dann als Postkarte gedruckt zu werden. Die Challenge für die Pfingstferien lautet: „Die Ferienmaler“.  Frau Pechauf erklärt: „Laufen Sie ein Bild. Jede Strecke, die Sie laufen, wird per GPS getrackt. Danach können Sie genau sehen, wo Sie entlanggelaufen sind.
Lassen Sie dabei ein Bild entstehen. Laufen Sie also Muster, Symbole, Botschaften, die danach entsprechend auf der App zu sehen sind.“

Obwohl die Digitale Firmenstaffel erst elf Tage jung ist (läuft noch bis 15.07.2021), haben die Läufer*innen bereits in der Summe aller Teilwerte die 1000km-Marke geknackt und sind zu Recht stolz darauf. Egal ob Walking-Kilometer, Jogging- oder Schweinehund-Kilometer, alles zählt. Ja, der innere Schweinehund macht auch fünfzig Mal mit. Und von ihm war in den App-Einträgen schon viel zu lesen. Manch einer hat ihn eingesperrt und wieder freigelassen, andere haben ihn gelockt, ausgetrickst oder sind ihm hinterhergerannt. Es ist ein riesiger Spaß geworden, den Schüler*innen und Lehrer*innen miteinander teilen! Und auch die Fangemeinde hat zu tun. 

Zum Beispiel Michelle. Sie läuft eigentlich auch mit, war aber heute sozusagen der Begleittross, als sich eine kleine Gruppe von Läufer*innen mit gebührendem Abstand voneinander auf den Weg machte, den Tommy-Lauf zu wagen. Während Tommy aus der Teilzeitklasse inzwischen allein über 100km gelaufen ist, sind andere ganz stolz auf ihre ersten 3 oder 4 gejoggten Kilometer. Während Tommy oft um einen See läuft, sind die meisten in Parks, auf Feld- und Waldwegen oder Straßen unterwegs. Also motivierte Frau Pechauf dazu, in Magdeburg um den Neustädter See zu laufen und rief zum Tommy-Lauf auf. Und so ist es heute vollbracht. „Der Tommy-Lauf hat stattgefunden und es konnten 65,07km in den „Firmenstaffel-Topf“ geworfen werden. Was für eine Leistung! Und ja, wir haben alle durchaus gekämpft… es war zwischendurch wirklich, wirklich, wirklich warm. Aber alle sind ins Ziel gekommen und wir haben niemanden zurückgelassen. Wir hatten sogar einen mobilen Begleitservice dabei! Michelle hat uns nicht nur mit Getränken, sondern auch mit aufbauenden Worten versorgt.“

Und so sind alle Läufer*innen und Fans miteinander verbunden. Jeden Tag gibt es einen anerkennenden Blick auf die Tafel im Schulfoyer oder die Webseite der Firmenstaffel, auf der die Kilometerzahl stetig wächst, gibt es ein gemeinsames Staunen und Zufriedensein, ein anerkennendes Mitfiebern und auch tröstendes Wort im Kampf gegen den Muskelkater – eben ein gemeinsames Laufen.

Drücken auch Sie uns die Daumen, dass wir noch viele Kilometer schaffen!

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Tolle Auszeichnung für das Friederike-Fliedner Berufskolleg – das DKMS Siegel

Iserlohn. Das Friederike-Fliedner Berufskolleg wurde von der DKMS mit dem Siegel für engagierte Schulen ausgezeichnet, die sich in besonderer Art und Weise im Kampf gegen den Blutkrebs verdient gemacht haben. Die Schule hat damit eindrucksvoll gezeigt, wie gut sich Lernen und soziales Engagement miteinander verbinden lassen.
Das FFBK blickt bereits auf fünf durchgeführte Registrierungsaktionen zurück, in denen 356 Spender*innen aufgenommen wurden. Drei betroffene Patient*innen weltweit wurden dadurch tatsächliche Lebenschancen gespendet.
„Das gesellschaftliche Engagement der Schulen und die große Hilfsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler und ihrer Lehrkräfte verdienen Anerkennung und werden zu Recht ausgezeichnet“, erklärte Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und Schirmherrin des DKMS-Schulprojekts in NRW. Allein in Nordrhein-Westfalen erfüllen bereits 81 Schulen die Voraussetzungen für das DKMS Schulsiegel.

Auslandserfahrung mit Absicherung

Fachschülerinnen und -schüler der Zinzendorfschulen erleben mit Erasmus+ ferne Länder 

Königsfeld. Immer mehr Schülerinnen und Schüler der Fachschulen für Sozialwesen und Sozialpädagogik nutzen das Angebot der Zinzendorfschulen, einen Teil ihrer Ausbildung im europäischen Ausland zu absolvieren. Auch gibt es immer mehr Länder, in denen die Zinzendorfschulen Partnereinrichtungen für das EU-Förderprogramm Erasmus+ gefunden haben, das vor drei Jahren mit Partnern in Spanien, Italien und Rumänien an den Start ging.

Violetta Mronz, Victoria Schlegel und Sabeth Mühleisen sind drei der Reisenden, die gerade die Hälfte ihres Anerkennungsjahres in Polen, Rumänien und Finnland absolvieren. Sie sind in ihren Einrichtungen gut eingebunden und können sehr selbstständig Verantwortung übernehmen. Die angehende Jugend- und Heimerzieherin Violetta Mroncz ist derzeit im Schul- und Kindergartenkomplex in Nadrybie, kurz vor der ukrainischen Grenze im Osten Polens. Sie hat Verwandte in Polen und hatte sich schon als Kind vorgenommen, irgendwann für ein Jahr dort hin zu ziehen. „Durch das Erasmus Projekt konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: in Polen leben und meine Ausbildung beenden“, freut sie sich.

Violetta Mronz lernt im Schul- und Kindergartenkomplex in Nadrybie die Unterschiede zwischen dem polnischen und dem deutschen Bildungswesen kennen. Foto: privat

Aufgrund ihrer Sprachkenntnisse konnte sie sich gleich zu Anfang mit der Leiterin der Einrichtung über die Unterschiede im Bildungssystem austauschen. Der Kindergarten in Nadrybie ist in drei verschiedene Altersgruppen unterteilt, die 2-3-Jährigen, die 4-5-Jährigen und die Sechsjährigen, zum gleichen Komplex gehört eine Schule mit den Klassenstufen 1-8. „Jede Gruppe befindet sich in einem anderen Lern- und Spielstadium“, schreibt sie. Violetta hat abwechselnd in den drei Gruppen gearbeitet, bis die Corona-Einschränkungen das nicht mehr erlaubten.

„In den Kindergarten-Gruppen beobachtete ich, spielte und lernte mit den Kindern und durfte sogar selber ein paar Angebote machen. Dadurch lernte ich nicht nur das polnische Bildungssystem kennen, sondern die Erzieherinnen erhielten auch einen kurzen Einblick in meine Arbeitsweise.“ Seit der strengeren Pandemie-Einschränkungen wurde sie der ersten Klasse der Grundschule zugeteilt, wo sie zwei behinderte Mädchen in ihrem Schulalltag unterstützt.

Auch Victoria Schlegel arbeitet in der ersten Klasse einer Grundschule. Sie ist noch bis Ende Februar für insgesamt ein halbes Jahr an der Deutschen Schule in Bukarest, die nach dem baden-württembergischen Bildungsplan unterrichtet. Die  meisten der 22 Kinder, mit denen sie arbeitet, sprechen zu ausschließlich Rumänisch, ein kleiner Teil ist bilingual aufgewachsen und zwei Kinder sprechen ausschließlich Deutsch.

Sabeth Mühleisen wollte wegen der guten Pädagogik in ein skandinavisches Land, weshalb sie an den Kindergarten der Deutschen Schule in Helsinki ging. Foto: privat

Im Präsenzunterricht durfte Victoria in Absprache mit ihrer Praxisanleiterin eigene Ideen einbringen und vereinzelt sogar ganze Schulstunden selbst übernehmen. „Ich war besonders für die Vermittlung und Erklärung deutscher Traditionen und Werte verantwortlich.“

Nachmittags machte sie verschiedene Freizeitangebote, die sie frei gestalten durfte, in den Teamsitzungen und zum Teil auch den Lehrerkonferenzen bekam sie Einblick in die Strukturen der Schule und Schulsozialarbeit.

Seit Ende Oktober gibt es keinen Präsenzunterricht mehr.  Victoria unterrichtet im wöchentlichen Wechsel jeweils die Hälfte der Klasse vorwiegend in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachkunde.  Die angehende Jugend- und Heimerzieherin hatte sich bewusst für die Stelle in Bukarest beworben, weil sie mit älteren Kindern arbeiten wollte, was an der Deutschen Schule gegeben ist. „Rumänien war für mich ein völlig neues Land, von dem ich recht wenig wusste. Es hat mich gereizt, dies zu ändern.“ 

Vorkenntnisse in Rumänisch hatte sie nicht, sich aber per App schnell die wichtigsten Wörter beigebracht. „Ich lerne die Sprache hier durch Alltagssituationen, zum Beispiel im Supermarkt oder durch Werbeschilder, aber vor allem durch meine Schüler. Diese helfen sich gegenseitig, wenn ein Kind ein Wort nicht auf Deutsch weiß. So höre ich es und lerne ganz nebenbei mit.“  Ansonsten kommt sie auch mit Englisch gut weiter. 

Finnisch erschließt sich einem deutschen Muttersprachler nicht so leicht, weshalb Sabeth Mühleisen erstmal einen Sprachkurs belegte, als sie nach Helsinki ging. Dort arbeite sich am Kindergarten der Deutschen Schule. „ Dass ich nach Finnland gegangen bin, war eher Zufall“, sagt sie. „ Ich wollte aufgrund der guten Pädagogik in ein nordisches Land.“ Auch sie kann ihre eigenen Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen. Vormittags arbeitet sie in einer Gruppe mit Vier-, nachmittags mit Fünfjährigen.

Während Sabeth und Victoria an ihren Praktikumsstellen in ihrer Freizeit viel Kontakt zu anderen Deutschen haben, ist Violetta sehr stark in die polnische Gemeinschaft integriert. Sie konnte ein Zimmer im Haus einer polnischen Angestellten der Schule und deren Mutter mieten.  „Es ist fast schon eine familiäre Stimmung“, berichtet sie. „Ich bin froh,  dass ich bei ihr untergekommen bin, dadurch fühlt man sich nicht so alleine.“ 

Nicht nur bei der Arbeit, sondern auch im Alltag konnten die Erasmus-Praktikantinnen ihren Horizont erweitern. Victoria hat viel über die rumänische Geschichte gelernt und zugleich die Chance ergriffen, durch Reisen im Inland und durch Besuche des Stadtrandes auch die Schwierigkeiten und Probleme des Landes zu erkennen. In Polen stellte Violetta fest, dass sie sofort Kaffee oder Tee angeboten bekommt, wenn sie jemanden besucht. „Außerdem kommt immer Kuchen, Kekse oder eine ganze Mahlzeit auf den Tisch. Man fühlt sich sehr willkommen.“ Sabeth beobachtete in Finnland, dass die Menschen dort sehr höflich sind. „Die Eltern bedanken sich bei den Erziehern, wenn sie ihre Kinder abholen. Dies wär etwas, das ich in Deutschland ebenfalls gern hätte.“

Wenn die drei demnächst zurückkommen, bringen sie eine Fülle von Eindrücken mit nach Hause. Violetta schwärmt: „Ich kann es nur jedem empfehlen, am Erasmus-Projekt teilzunehmen. Es ist eine Erfahrung wert, egal in welchem Land. Man wird dadurch selbstständiger. Das allerbeste daran ist aber, dass man ganz genau weiß, dass die Lehrer der Zinzendorfschulen für einen da sein und einem helfen, falls irgendetwas schief geht.  Man hat einfach eine kleine, geheime Absicherung im Koffer. Das gibt einem auf jeden Fall ein besseres Gefühl!“

Info zu Erasmus+:

An den Zinzendorfschulen haben die Schülerinnen und Schüler der Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen an zwei Stellen ihrer Ausbildung die Möglichkeit, mit einem Erasmus+ Stipendium ins europäische Ausland zu gehen. Im ersten Jahr für sieben Wochen oder im Anerkennungsjahr, das zwischen der schulischen Ausbildung und der staatlichen Anerkennung liegt, für einen individuellen Zeitraum zwischen sechs und 12 Monaten.

Der Arbeitsalltag in einem neuen Umfeld ermöglicht den Schülern einmalige Einblicke in unterschiedliche Vorgehensweisen, Kulturkreise und andersartige pädagogische Konzeptionen. Auch hilft es ihnen, sich auf einen multikulturellen Arbeitsalltag vorzubereiten.

Die angehenden Erzieher werden auch im Ausland an ihren Praktikumsstellen professionell angeleitet, die Lehrer der Zinzendorfschulen bleiben Ansprechpartner für die Ausbildung und begleiten sie phasenweise im Rahmen von Hospitationen vor Ort. Dabei lernen auch die Lehrer unterschiedliche Methoden kennen und können ihre eigenen Erfahrungen und Vorgaben mit verschiedenen
Bildungssystemen vergleichen. Die intensiven Einblicke in die Arbeit der kooperierenden Einrichtungen helfen auch ihnen, Unterschiede und kulturelle Eigenheiten zu verstehen.

Virtuelle Infoveranstaltung:

Wer sich für eine Ausbildung zum Erzieher bzw. Jugend- und Heimerzieher interessiert, sollte die virtuelle Infoveranstaltung der Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen besuchen. Am 20. März um 12 Uhr gibt es alle Infos unter
www.zinzendorfschulen.de/info-events/fachschulen-fuer-sozialpaedagogik-sozialwesen

Zusatz-Info:

Die Zinzendorfschulen in Königsfeld, eine der größten Privatschulen mit Internat in Baden-Württemberg, sind in ihrem Charakter ebenso ungewöhnlich wie in ihrem Bildungsangebot. Das Netz allgemeinbildender und beruflicher Abschlüsse ist weit gespannt von der Fachschulreife/mittleren Reife bis zur allgemeinen Hochschulreife. Sie werden von praxisnahen Berufsausbildungen in sozialpädagogischen Berufsfeldern abgerundet. Schülerinnen und Schüler – ob Externe oder in den Internaten – genießen die Atmosphäre der Geborgenheit in einem Schulwerk mit seiner mehr als 200-jährigen Geschichte und besonderen pädagogischen Grundsätzen.

Zinzendorfschulen
Mönchweilerstraße 5
78126 Königsfeld
www.zinzendorfschulen.de
www.zinzendorfinternat.de
www.facebook.com/zinzendorfschulen

Vertiefungskurs des Friederike-Fliedner-Berufskolleg Iserlohn macht auf das Thema Euthanasie aufmerksam

In einem Vertiefungskurs Schwerpunk Inklusion des Friederike-Fliedner-Berufskolleg beschäftigte sich die Erzieheroberstufe mit dem Thema Euthanasie. Zuerst gab es den Plan einer großen Wanderausstellung. Die Planung und Durchführung der Idee mussten durch die Corona-Pandemie unterbrochen werden. Das Interesse an dem Projekt der Schüler blieb trotzdem bestehen, wodurch die Idee einer Website entstand. Hierdurch ist es den Schülern möglich geworden viele Menschen zu erreichen und auf das immer noch aktuelle Thema Euthanasie aufmerksam zu machen.

„Als wir uns Anfang 2019 in unserem Vertiefungskurs zum Thema Inklusion ein Projekt überlegen sollten, war die Idee „Irgendwas zu Euthanasie“ schnell geboren.
„Diese ganze Euthanasie Geschichte jährt sich dieses Jahr auch zum 80sten mal, passt also ganz gut“.
Gesagt, getan. In klassischer Schülermanier wurden, wie für ein Referat, Texte erarbeitet und Bilder recherchiert.

Doch je länger wir mit und an diesem Thema arbeiteten, wurde es größer und wir ambitionierter. Es war jetzt nicht nur noch eine Schulaufgabe, es war UNSER Projekt.

Der Gedanke einer Ausstellung war geboren. Gestaltung, Aufbau, Location etc. wurden geplant, Abläufe und Textzeilen wurden einstudiert.

Dann startete die Pandemie und beendete somit unsere Planung, Motivation und den Gedanken das Projekt abschließen zu können.

Anfang 2021 keimte der Gedanke erneut auf und wir überlegten wie wir es trotz der Pandemie zu Ende bringen könnten. Die Idee, eben so simpel wie logisch – eine Website. Durch unsere bisherigen erarbeiteten Recherchen, kam uns schnell ein Name für die Website in den Sinn. SECHSHUNDERTTAUSEND– da es 600.000 Opfer durch das Euthanasieprogramm des NS-Regimes gab (Dunkelziffer weitaus mehr).

Wir wollen mit dieser Website aufklären, bewusst machen und vielleicht auch ein bisschen schockieren. Schock bleibt ja bekanntlich länger im Gedächtnis.Ein Mensch ist erst vergessen wenn auch sein Name vergessen ist.“

Zur Webseite https://www.sechshunderttausend.de/ .