Kategorie-Archiv: Aktuelles aus den Schulen

Aktuelle Situation …

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder,

Krokus: Frühlingsbote für Hoffnung und Lebensfreude.
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noch vor gut einer Woche haben viele von uns sich in Dresden zur Fachtagung „Here we go-Zur Zukunft des Erzieher*innenberufs“ getroffen und nun steht unser Land an vielen Stellen still und es gilt Distanz zu wahren.

Unvorstellbar, wie sich alles in so kurzer Zeit verändert hat.

Ich hoffe, Ihnen und Ihren Familien geht es gut!

Ich wünsche Ihnen Gesundheit, Kraft und Zuversicht für die nächsten Wochen und freue mich auf weitere Begegnungen in unserem Verband nach dieser Krise.

Gerne leiten wir die Informationen über die Aktivitäten der Diakonie Deutschland an Sie weiter.

Falls Sie diese Nachrichten bereits erhalten, bitten wir die Doppelzusendung zu entschuldigen.


Viele Grüße
Astrid Hofmeister und Dr. Annett Herrmann

Vorsitzende BeA         Geschäftsführung des BeA

Gute Kommunikation und Trauerarbeit

Facharbeiten angehender Erzieherinnen finden Beachtung in der pädagogischen Fachwelt

Frau Deborah Caspar (rechts), Magdalene Simpfendörfer-Autenrieth (links), Vorsteherin der Stiftung, bei der Übergabe des Stiftungspreise der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft.

Die herausragenden Facharbeiten der beiden Stiftungspreisträgerinnen des Jahres 2019, Ellen Riedel und Deborah Kaspar, Berufspraktikantinnen der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft, finden nun durch Veröffentlichungen in der pädagogischen Fachliteratur weitere Anerkennung.

Die Facharbeit von Ellen Riedel wurde im Dohrmann-Verlag in den „Beiträgen aus der sozialpädagogischen Ausbildung“ unter der Überschrift „Wie Kinder Tod und Trauer wahrnehmen und wie wir sie pädagogisch begleiten können“ veröffentlicht. Ellen Riedel befasste sich damit, wie Kinder im Vorschulalter die Bedeutung von Tod und Trauer erfassen und wie sie im Umgang damit unterstützt und in der Trauerphase pädagogisch begleitet werden können. Auf Basis einer Elternbefragung entwickelte sie praxisorientierte Angebote für trauernde Eltern und berücksichtigte religiöse und kulturelle Unterschiede beim Umgang mit Trauer.

Waren bisherige Prüfungsleistungen in einer Fachzeitschrift für Abschlussarbeiten erschienen, hat es nun die Facharbeit von Deborah Kaspar sogar in ein Fachmedium geschafft, in dem Fachwissenschaftler veröffentlichen. Unter dem Titel „Gesunde Kinderseelen. Die Bedeutung der achtsamen Kommunikation in Kindertageseinrichtungen durch pädagogische Fachkräfte“ wird ihre Facharbeit in „Das KiTa-Handbuch“ (www.kindergartenpaedagogik.de) aufgenommen, das online erscheint. Die Redaktion lobte die Facharbeit als innovativ und weiterführend. Deborah Kaspar beschäftigte sich in ihrer Arbeit mit den Kommunikationskonzepten Neuro-Linguistisches Programmieren (NLP) nach Richard Bandler und John Grinder sowie der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg und adaptiert diese für den Bereich der Elementarbildung. Auf Basis einer von ihr durchgeführten empirischen Erhebung machte sie konkrete Vorschläge, wie Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen achtsame Kommunikation umsetzen können, und entwarf dafür praktische Hilfsmittel, wie zum Beispiel selbst hergestellte Gefühlskarten.

„Das ist ein großartiger Ausbildungserfolg unserer Schülerinnen“, freut sich Dr. Axel Bernd Kunze, Pädagogisch-didaktischer Schulleiter der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Weinstadt, „er zeigt, auf welchem Niveau Facharbeiten aus unserer Fachschule gelingen können.“ Beide jungen Frauen befinden sich derzeit im Berufspraktikum: Ellen Riedel in einer Kindertagesstätte in Schorndorf, Deborah Kaspar in einem Kinderhaus in Fellbach.

Info:

Die Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt bietet verschiedene Wege an, einen Abschluss als staatlich anerkannte/r Erzieher/in zu erwerben. Sowohl bei der 2-jährigen vollzeitschulischen Ausbildung mit anschließendem Berufspraktikum als auch bei der sog. Praxisintegrierten Ausbildung (PiA) müssen angehende Erzieher/innen neben den mündlichen und schriftlichen Prüfungen eine Facharbeit erstellen. Der Abschluss als staatlich anerkannte Erzieherin ist im Europäischen/Deutschen Qualifikationsrahmen der Niveaustufe 6 zugeordnet und entspricht damit im Kompetenzerwerb dem BA-Abschluss.

Die Stiftung Großheppacher Schwesternschaft als Trägerin der Fachschule vergibt einmal im Jahr einen Stiftungspreis für herausragende schulische Leistungen in Höhe von 300 Euro.

Ihre Ansprechpartnerin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Sibylle Kessel
Stiftung Großheppacher-Schwesternschaft
07151 9934 132
skessel@grossheppacher-schwesternschaft.de

Aus Weinstadt nach Dänemark

Pressemitteilung 2.Mai 2019

Laura Maier verbrachte ihr Berufspraktikantin in einem Kindergarten in Nordschleswig

Sich in Dänisch zu verständigen, ist für Laura Maier nach ihrem Berufspraktikum als angehende Erzieherin kein Problem mehr. Dieses hat sie in Sonderburg (dänisch Sønderborg) verbracht, einer kleinen dänischen Stadt an der Flensburger Förde, unweit der Grenze zu Deutschland. Als Schülerin der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik im baden-württembergischen Weinstadt hat sie die Möglichkeit genutzt, das letzte Jahr ihrer Ausbildung im europäischen Ausland zu machen.

Dr. Axel Bernd Kunze, pädagogisch-didaktischer Schulleiter und Dozent an der Fachschule, möchte diese Praktika auf jeden Fall weiterführen: „Gefördert werden die Auslandsaufenthalte durch das Programm ‚Erasmus plus‘ der Europäischen Union. Der Einblick in ein anderes Erziehungssystem und das Erleben einer anderen Kultur stärken das berufliche und das persönliche Selbstbewusstsein der angehenden Erzieher.“

Im vergangenen Schuljahr waren fünf angehende Erzieherinnen und Erzieher der Weinstädter Fachschule im Ausland gewesen: in Italien an der Deutschen Schule in Genua, in Spanien an der Deutschen Schule in Málaga, auf Gran Canaria an der Deutschen Schule in Las Palmas und in einer evangelischen Kindertageseinrichtung im finnischen Helsinki. Im laufenden Schuljahr waren zwei angehende Erzieherinnen in Málaga, bis sie Spanien wegen der Coronopandemie verlassen mussten.

Mehrsprachigkeit ist selbstverständlich

Laura Maier hatte sich für das dänische Nordschleswig entschieden. Sie arbeitete im Deutschen Kindergarten Ringreiterweg in Sonderburg. Die deutschen und dänischen Kindergärten auf beiden Seiten der deutsch-dänischen Grenze arbeiten nach dem am gleichnamigen Institut der Süddänischen Universität in Sonderburg entwickelten Konzept der „Minderheitenpädagogik“; in Sonderburg ist das Konzept ausgerichtet an den Leitbildern der deutschen Volksgruppe. Die deutschen Kindergärten bewahren die deutsche Tradition in Nordschleswig, stehen aber grundsätzlich allen Familien offen: „Unsere Eltern können sich entweder für deutsche oder dänische Einrichtungen entscheiden. Die Kinder lernen somit auch bereits in ihrer frühkindlichen Phase, dass sie eine Wahl haben“, so Florian Born, Leiter der Deutschen Kindergärten Sonderburg.

Die Kinder im Sonderburger Kindergarten wachsen mehrsprachig auf: „Sie beherrschen mindestens zwei Sprachen, und ich war beindruckt, wie die Kinder zwischen mehreren Sprachen hin und her wechseln können“, stellt Laura Maier fest, „hier in Dänemark war ich diejenige, deren Sprache nicht immer verstanden wurde. Wie sich das anfühlt, war eine wertvolle Erfahrung, die ich für meine pädagogische Arbeit mit mehrsprachig aufwachsenden Kindern nutzen kann.“

Hyggelig und digital

Auch die Kultur eines kleinen, freundlichen Landes mit seinen offenen Menschen kennenzulernen, beschreibt die ehemalige Schülerin und jetzige Erzieherin rückblickend als bereichernd: „Es ist erstaunlich, wie so kurz hinter der Grenze ein ganz anderes Lebensgefühl herrscht. Das dänische Leben und die Kultur sind geprägt von ‚Hygge‘.“ Dieses Wort hat eine umfassende Bedeutung: „Dafür gibt es keine Übersetzung, man muss es erleben. Auch im Kindergarten machen wir es uns gemeinsam mit den Kindern manchmal ‚hyggelig‘.“

Auslandsprakitkum Dänemark
Laura Maier macht ein Berufspraktikum in Dänemark
Fotograf: Melanie Ohrendorf-Bertelsen

Als sehr fortschrittlich und als Erleichterung für das Team hat Laura Maier den Einsatz digitaler Möglichkeiten an ihrer Praktikumsstelle wahrgenommen: „Im Kindergarten ist für alle pädagogischen Fachkräfte der Entwicklungsstand der Kinder einsehbar und kann regelmäßig überarbeitet werden. Auch Eltern können sich vor Gesprächen mit den Erzieherinnen informieren. Auf der Basis eines Fragenkatalogs entsteht ein Schema, das gemeinsam mit der Einschätzung der Erzieherin, die Grundlage für das Elterngespräch bildet.“ Die digitalen Medien eröffneten neue Kommunikationsmöglichkeiten – so können die Familien auf einer Plattform sehen, was ihre Kinder im Kindergarten erleben und welche Aktionen geplant sind.

Verbindliche Kooperation zwischen Weinstadt und Sonderburg

Für Laura war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung gewesen, ihr Berufspraktikum in Nordschleswig zu absolvieren. „Wir wollen künftig noch mehr unserer Schüler dazu ermutigen, einen solchen Schritt zu wagen“, erklärt Schulleiter Kunze. Daher hat die Fachschule in Weinstadt seit 2020 eine fest Kooperation mit den Deutschen Kindergärten in Sonderburg vereinbart. Beide Ausbildungspartner haben feste Standards für die Zusammenarbeit vereinbart, auf die sich Praktikanten im Rahmen der europäischen Lernortkooperation verlassen können.

INFO: Der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Weinstadt wurde von der Nationalen Agentur „Bildung für Europa“ beim Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn für die erfolgreiche Teilnahme am Programm „Erasmus+“ das Partnerlabel „Partner in Europa“ verliehen.

Schülerinnen und Schüler der Fachschule können ein Auslandspraktikum ihr 12-monatiges Berufspraktikums im europäischen Ausland absolvieren. Auch dort werden die Praktikantinnen und Praktikanten von Praxislehrkräften der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik begleitet und vor Ort besucht.

Wer wir sind:
Die Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt bietet als moderne Fachschule mit religionspädagogischem Profil verschiedene Wege an, einen Abschluss als staatlich anerkannter Erzieher (m/w/d) oder staatlich anerkannter Kinderpfleger (m/w/d) zu erwerben. Es besteht die Möglichkeit einer Doppelqualifikation, d. h.: Die staatliche Anerkennung als Erzieher (m/w/d) kann mit einem Bachelorabschluss in Früher Bildung und Erziehung gekoppelt werden. Zum Angebot der Fachschule gehören ein einjähriges Berufskolleg, das die Möglichkeit bietet, die Tätigkeiten eines Erziehers oder einer Erzieherin kennenzulernen, sowie ein Fortbildungsbereich zur beruflichen Weiterbildung und Nachqualifizierung pädagogischer Fachkräfte. In neuen Klassenräumen lernen heute etwa 360 Schülerinnen und Schüler in persönlicher und freundlicher Atmosphäre.

Die Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik als staatlich anerkannte berufsbildende Schule in Trägerschaft der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft blickt auf eine lange Tradition zurück. Sie besteht seit 1971 und ging aus dem Kindergärtnerinnenseminar und der Kinderpflegerinnenschule hervor, deren Gründung auf Wilhelmine Canz zurückreichen, die 1856 begann, in Großheppach junge Frauen zu Kinderschwestern auszubilden.

Ihre Ansprechpartnerin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Sibylle Kessel
Stiftung Großheppacher-Schwesternschaft
07151 9934 132
skessel@grossheppacher-schwesternschaft.de

Pressemitteilung: „Wer einen Regenschirm besaß, brachte diesen gleich zum Unterricht mit“

Die Evangelische Fachschule feiert Jubiläum: 75 Jahre Erzieherinnenausbildung in Herbrechtingen

Im Juli 1945 zog das ausgebombte Evangelische Fröbelseminar von Stuttgart nach Herbrechtingen um und setzte die Ausbildung der Kindergärtnerinnen im leer stehenden Erziehungsheim im Klosterareal fort. Das Jubiläum „75 Jahre Erzieherinnenausbildung in Herbrechtingen“ wird am 12. März um 16 Uhr mit einem Dankgottesdienst und einem anschließenden Festakt um 17 Uhr im Foyer der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik gefeiert. Die Festrede hält Professor Doktor Ulrich Hemel, Direktor des Weltethos-Instituts Tübingen.

HERBRECHTINGEN, 2. März 2020. Die Herbrechtinger Fachschule hat ihre Wurzeln in der Landeshauptstadt. Im September 1944 wurde Stuttgart durch Bombenangriffe in Schutt und Asche gelegt. Auch das Evangelische Fröbelseminar in der Forststraße 16 brannte in der Nacht vom 13. auf 14. September bis auf die Grundmauern nieder. Der Kindergärtnerinnenkurs konnte zunächst provisorisch im Esslinger Gemeindehaus unterkommen. In der Chronik ist zu lesen: „Im März 1945 fand die Abschlussprüfung unter dem Vorsitz der Vertreterin des Kultusministeriums statt, zum Teil bei Fliegeralarm im Keller. Und noch vor dem Einmarsch der Siegermächte erhielt jede Schülerin ihr Abschlusszeugnis als staatlich geprüfte Kindergärtnerin.“ Dann kamen Wochen der Unsicherheit. Allen Mitarbeiterinnen und Schülerinnen wurde vorsorglich gekündigt. Schließlich konnte der Unterricht Anfang Juli 1945 „mit Genehmigung des Kaptains Edward“ im leer stehenden Erziehungsheim in Herbrechtingen fortgesetzt werden. „Dort hatte man wenigstens ein Dach über dem Kopf und bekam Kartoffeln und Gemüse, wenn man dafür arbeitete“, heißt es in der Chronik.

Die Anfänge für die rund 60 Schülerinnen und Lehrerinnen waren nicht leicht. Im Wohnhaus hatten die Amerikaner einige Tage Quartier bezogen und hinterließen laut Chronik „ein unbeschreibliches Durcheinander“. Der Unterricht erfolgte vor 75 Jahren „in einem schadhaften kleinen Schulhaus mit durchlöchertem Flachdach, zu dem es kräftig hereinregnete, und wer einen Regenschirm besaß, brachte diesen gleich zum Unterricht mit“, heißt es in den Berichten der damaligen Schulleiterin Hedwig Reinhardt. Von solchen Baumängeln ist die Fachschule inzwischen weit entfernt. „Nach etlichen Umbau- und Ausbauphasen haben wir vor zwei Jahren nun einen modernen Neubau auf unserem Schulgelände einweihen können“, sagt Heidi Fritz, zweite Vorsitzende des Trägervereins. „Wir sind der Evangelischen Landeskirche als Bauherrin sehr dankbar dafür, dass wir auch in Zukunft beste Voraussetzungen haben, um die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern weiterhin mit hoher Qualität und vielseitigen Unterrichtsmethoden durchführen zu können.“

Auch die Ausbildungsstruktur hat sich in den vergangenen Jahrzehnten weiterentwickelt. Während in den Anfangsjahren das gemeinsame Internatsleben und die Mitarbeit in Landwirtschaft und Kirchengemeinde prägend war, hat sich das Berufsfeld in den 70er-Jahren für Männer geöffnet, die Umbenennung in „Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik“ erfolgte parallel zu den staatlichen Berufsschulen, das Berufspraktikum als Bedingung für die staatliche Anerkennung wurde eingeführt und statt Internatsbetten gibt es für die Studierenden nun WG-Zimmer zu mieten. In den letzten Jahren sind neue Ausbildungswege entstanden. „Bei uns kann man nicht nur die Fachhochschulreife absolvieren, wir haben außerdem ein Studienmodell mit einer zusätzlichen Bachelor-Option eingeführt“, sagt Schulleiterin Beate Sorg-Pleitner, „ferner bieten wir neben der klassischen Ausbildung auch die Praxisintegrierte PiA-Ausbildung an und ermöglichen die Erzieherausbildung auf Wunsch in Teilzeit.“ Für Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, erster Vorsitzender des Trägervereins, ist die evangelische Wurzel seit Beginn prägend: „Bei allen innovativen Entwicklungen bleibt das evangelische Profil unser Leitbild. Wir erwarten von unseren Studierenden die Bereitschaft, sich auf religiöse Fragen einzulassen. Und wir arbeiten im Unterricht mit ihnen daran, wie sie dies in ihrer Arbeit im Kindergarten gestalten können. Davon profitieren in den Kitas viele tausende Kinder und ihre Eltern.“

In der Chronik schreibt die damalige Lehrerin und spätere Schulleiterin Lina Zeiner über die Anfänge in Herbrechtingen: „Für die Mithilfe in der Landwirtschaft mussten wir manche Unterrichtsstunde opfern. Wir haben schon viel Gemüse davon genossen, und viele Stunden gehackt und gegossen.“ Durch das enge Zusammenleben auf dem Seminargelände entstanden einige Fest- und Feiertraditionen, die bis heute nachwirken, erläutert Pfarrerin Beate Sorg-Pleitner, heutige Direktorin der Fachschule: „Unsere in der Region bekannte „Vesper im Advent“ hat ihre Wurzeln in der Seminar-Adventsfeier vom 1. Advent 1945. Gestalten, bewegen und musizieren hat in Herbrechtingen schon immer eine große Rolle gespielt. Die Musisch-Ästhetische Bildung gehört auch heute zu unserem besonderen Profil, zusammen mit Naturpädagogik, Erlebnispädagogik, Religionspädagogik und Friedenspädagogik.“

JUBILÄUMSFEIER

Das Jubiläum zu 75 Jahre Erzieherinnenausbildung in Herbrechtingen wird am 12. März um 16 Uhr mit einem Dankgottesdienst in der Klosterkirche gefeiert. Die Ansprache hält Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, erster Vorsitzender des Trägervereins. Den musikalischen Rahmen samt Psalm-Performance gestaltet Dozentin Christiana Heinrich-Burscheid zusammen mit Studierenden. Den anschließenden Festakt im Foyer der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik unter dem Motto „damals und heute“ moderiert Diplom-Pädagogin Heidi Fritz, zweite Vorsitzende des Trägervereins. Für eine Interview-Runde haben Landrat Peter Polta, Bürgermeister Daniel Vogt und Schuldekan Dr. Harry Jungbauer zugesagt. Die Festrede hält Professor Doktor Ulrich Hemel, Direktor des Weltethos-Instituts Tübingen. Er spricht zum Thema: Religions- und kultursensibel erziehen – welche Werte brauchen unsere Kinder? Anschließend sind alle Gäste zum Stehempfang eingeladen.

INFO ZUM TRÄGERVEREIN

Der „Verein Evang. Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik e. V.“ hat seinen Sitz in Stuttgart. Die beiden Vorsitzenden sind Oberkirchenrat Dieter Kaufmann aus Stuttgart und Diplom-Pädagogin Heidi Fritz aus Leonberg. Die Anfänge des Trägervereins reichen bis ins Jahr 1862 zurück. Lange Zeit war er unter dem Namen „Verein Evang. Kindergärtnerinnenseminare“ bekannt. Die Evangelische Fachschule Herbrechtingen gilt als Nachfolgerin des Evangelischen Fröbelseminars, das bereits Ende des 19. Jahrhunderts in Stuttgart entstand und nach dem zweiten Weltkrieg eine Unterkunft in Herbrechtingen fand. Der Hauptzweck des Vereins ist die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern. Das Kultusministerium hat dafür bereits 1920 die staatliche Anerkennung ausgesprochen. 

Der Verein ist heute professioneller Träger von vier Evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik in Württemberg – an den Standorten Herbrechtingen, Reutlingen, Schwäbisch Hall und Stuttgart-Botnang mit insgesamt rund 1000 Schülerinnen und Schülern. Außerdem betreibt der Verein den Kindergarten der Evangelischen Fachschule in Stuttgart-Botnang, das Evangelische Kinderzentrum Herbrechtingen und die Evangelische Fachschule für Organisation und Führung (EFOF) in Schwäbisch Hall. Rund 130 Mitarbeitende sind an den Standorten insgesamt beschäftigt. Die Arbeit des Vereins geschieht mit klarem evangelischem Profil. Religionspädagogik zieht sich als Schwerpunkt durch die gesamte Ausbildung. Der Verein ist Mitglied im Diakonischen Werk Württemberg. 

Kontakt:
Direktorin Beate Sorg-Pleitner, T: 07324 / 9628-0, beate.sorg-pleitner@ev-fs.de
Christine Haag-Merz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, T: 0711 / 48909572, christine.haag-merz@ev-fs.de

Erzieherausbildung in Herbrechtingen: Auszeichnung als bundesweit erste evangelische Fairtrade-Fachschule für Sozialpädagogik

Maria Gießmann von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) überreichte der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Herbrechtingen das Siegel als Fairtrade-Schule und gratulierte der ganzen Schulgemeinschaft zur erfolgreichen Kampagne.

HERBRECHTINGEN, 29.01.2020. Die gesamte Schulgemeinschaft der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Herbrechtingen traf sich auf der Sitztreppe in der Aula, um die Auszeichnung als Fairtrade-Schule zu feiern. Maria Gießmann von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden- Württemberg (SEZ) überbrachte offiziell das Siegel und holte dazu das gesamte Fairtrade-Team auf die Bühne. „Ich gratuliere der ganzen Schule zum Fairtrade-Siegel“, sagte Gießmann und überreichte die Urkunde, ein Gebäudeschild und ein großes Banner mit dem Logo der Kampagne. Schulleiterin Beate Sorg-Pleitner freute sich sehr darüber, dass das Projekt erfolgreich verlaufen ist. “Wir sind die erste evangelische Fairtrade-Fachschule für Sozialpädagogik, und zwar bundesweit!“, verkündete die Direktorin mit ein wenig Stolz in der Stimme.

Unter Federführung von Dozentin Simone Schmidbaur und dem intensiven Engagement der Studie- rendenvertretung SMV wurde im vergangenen Schuljahr ein Schulteam gegründet und ein Fair-Trade- Kompass für die Herbrechtinger Fachschule entwickelt. Als kleiner Dank und als Motivation zur Wei- terarbeit bekamen bei der Siegel-Verleihung alle Schülerinnen und Schüler ein Schlüsselband mit der Aufschrift „Wir fair-lernen alles über Kinder“. Das Fairtrade-Thema soll weiterhin im Unterricht veran- kert bleiben, erläuterte die Direktorin, und soll sowohl im Bereich Religionspädagogik als auch in Deutsch und Englisch immer wieder aufgegriffen werden. In der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern spielen Kinderrechte, ein nachhaltiger Kita-Alltag und der faire Umgang miteinander eine wichtige Rolle. „Es geht um ein gerechtes Miteinander zwischen uns Menschen weltweit, und darum, dass wir die Erde schützen und bewahren, auf der wir alle gemeinsam leben“, unterstrich die Schullei- terin in Ihrer Begrüßungsrede. Auch der kleine Verkauf von fair gehandelten Mangostreifen und Scho- kolade soll im Schulhaus weitergehen. „Den bescheidenen Gewinn, den wir dabei erzielen, werden wir für ein gemeinnütziges Projekt spenden“, sagte Vertrauenslehrerin Schmidbaur, „das Fairtrade-Team der SMV wird sich dazu Gedanken machen und neue faire Projekte anstoßen.“

Maria Gießmann (links) von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) überreicht das Siegel „Fairtrade-Schule“ an Beate Sorg-Pleitner, Schulleiterin der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Herbrechtingen.

Kontakt:
Direktorin Beate Sorg-Pleitner, T: 07324 / 9628-0, beate.sorg-pleitner@ev-fs.de

Kronenkreuz der Diakonie in Gold für Vorstand Heidi Fritz

Diplom-Pädagogin Heidi Fritz aus Leonberg engagiert sich seit 25 Jahren in der evangelischen Erzieherausbildung. Als Vorstandsfrau leitet sie gemeinsam mit Oberkirchenrat Dieter Kaufmann die Arbeit des Trägervereins von vier Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Württemberg. Für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz bekam sie letzte Woche das Kronenkreuz der Diakonie in Gold verliehen.

STUTTGART, 18.12.2019. Der „Verein Evang. Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik e. V.“ mit Sitz in Stuttgart ist professioneller Träger von Evangelischen Fachschulen in Württemberg. An den Standorten Herbrechtingen, Reutlingen, Schwäbisch Hall und Stuttgart-Botnang werden Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet. Die Leitung des Vereins geschieht im Auftrag der Mitgliedversammlung durch einen ehrenamtlichen, zweiköpfigen Vorstand. Diplom-Pädagogin Heidi Fritz aus Leonberg wurde im März 1994 in die Mitgliederversammlung gewählt und kurz darauf zur zweiten Vorsitzenden berufen. Für dieses langjährige, herausragende Engagement über 25 Jahre hat sie letzte Woche von ihrem Vorstandskollegen Oberkirchenrat Dieter Kaufmann – in seiner Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg – das Kronenkreuz der Diakonie in Gold verliehen bekommen. „Heidi Fritz engagiert sich als Ehrenamtliche in einer Art und Weise, die jedem hauptamtlichen Einsatz ebenbürtig ist, dafür sind wir alle von Herzen dankbar“, betonte Oberkirchenrat Dieter Kaufmann bei der Überreichung der Kronenkreuz-Brosche mit Ehrenurkunde im Rahmen der Mitgliederversammlung im Dezember, „es ist beeindruckend, wie viele Termine und Sitzungszeiten abzudecken sind und wie sehr die Evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik durch ihren Einsatz geprägt werden.“

Oberkirchenrat Dieter Kaufmann überreicht seiner Vorstandskollegin Heidi Fritz das Kronenkreuz der Diakonie in Gold für ihr 25-jähriges Engagement in der Evangelischen Erzieherausbildung in Württemberg.

Heidi Fritz hat sich nach ihrem Studium der Erziehungswissenschaft bewusst für einen vielfältigen, ehrenamtlichen Einsatz entschieden. Neben ihrer Vorstandstätigkeit im Trägerverein bringt sie ihre Kenntnisse und Erfahrungen unter anderem in verschiedenen Gremien der Evangelischen Landeskirche, als Vorsitzende der Familienbildungsstätte Leonberg und in der Arbeit mit geflüchteten Menschen ein. „Die Erzieherausbildung liegt mir sehr am Herzen“, sagt Heidi Fritz zu ihrer Vorstandsarbeit, „es ist weiterhin ein Kernstück der Gesellschaft, bestens ausgebildete, werte-orientierte Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten zu haben, dafür lohnt sich aller Einsatz. Und ich bin sehr dankbar, dass das Miteinander in unserem Trägerverein so gut gelingt.“ Fritz setzt sich immer wieder für Schwerpunktthemen ein, die an den Standorten verankert werden, wie zum Beispiel Friedenspädagogik als Basis-Kompetenz für Erzieherinnen und Erzieher. „Aktuell beschäftigen wir uns intensiv mit den Herausforderungen der Digitalisierung, sowohl was die technischen Voraussetzungen und die Methodik im Unterricht betrifft als auch die Ebene der Medienpädagogik in der direkten Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen“, so Fritz.

INFO ZUM TRÄGERVEREIN

Der „Verein Evang. Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik e. V.“ hat seinen Sitz in Stuttgart. Die beiden Vorsitzenden sind Oberkirchenrat Dieter Kaufmann aus Stuttgart und Diplom-Pädagogin Heidi Fritz aus Leonberg. Die Anfänge des Trägervereins reichen bis ins Jahr 1862 zurück. Lange Zeit war er unter dem Namen „Verein Evang. Kindergärtnerinnenseminare“ bekannt. Der Hauptzweck des Vereins ist die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern. Das Kultusministerium hat dafür bereits 1920 die staatliche Anerkennung ausgesprochen. Der Verein ist professioneller Träger von vier Evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik in Württemberg – an den Standorten Herbrechtingen, Reutlingen, Schwäbisch Hall und Stuttgart-Botnang mit insgesamt rund 1000 Schülerinnen und Schülern. Außerdem betreibt der Verein den Kindergarten der Evangelischen Fachschule in Stuttgart-Botnang, das Evangelische Kinderzentrum Herbrechtingen und die Evangelische Fachschule für Organisation und Führung (EFOF) in Schwäbisch Hall. Rund 130 Mitarbeitende sind an den Standorten insgesamt beschäftigt. Die Arbeit des Vereins geschieht mit klarem evangelischem Profil. Religionspädagogik zieht sich als Schwerpunkt durch die gesamte Ausbildung. Der Verein ist Mitglied im Diakonischen Werk Württemberg. 

https://www.evangelische-fachschulen.de/vorstand.html

Urkundenverleihung: Das berufliche Gymnasium der PAE ist „staatlich anerkannt“

Das Warten hat ein Ende:  Bereits drei Jahre nach Gründung des Oberstufengymnasiums und einem absolvierten Abiturjahrgang erhielt das berufliche Gymnasium der Pädagogischen Akademie Elisabethenstift (PAE) in Darmstadt die staatliche Anerkennung und damit das Prüfungsrecht für die Allgemeine Hochschulreife.

Nach vielen Jahren und erheblichen Anstrengungen wurde die Arbeit zahlreicher Mitarbeitenden, die mit dem beruflichen Gymnasium von der ersten Idee bis zum regelhaften Unterricht, betraut sind, mit der Verleihung der Urkunde der staatlichen Anerkennung gekrönt.

Im Rahmen einer Feierlichkeit mit geladenen Gästen überreichte Burkhard Bendig vom Staatlichen Schulamt der Schulleitung, Frau Dr. Dagmar Giebenhain und Herrn Henrik Hartig, die Urkunde. Umrahmt wurde die Urkundenverleihung durch Festreden und Grußworte, u.a. durch den Geschäftsführer der PAE Herr Rainer Daum und Herrn Nicoló Knuth als Vertreter der Schülerschaft des BGs.

Die in Darmstadt ansässige Pädagogische Akademie Elisabethenstift ist ein diakonisches Bildungsunternehmen mit Tradition. Im Kinderhaus werden Krippen- und Kindergartenkinder betreut, im Arbeitszentrum Fort- und Weiterbildung pädagogische Fachkräfte in ihren fachlichen und persönlichen Kompetenzen weiterqualifiziert und in den Evangelischen Ausbildungsstätten für sozialpädagogische Berufe Sozialassistent/innen und Erzieher/innen ausgebildet. Am 2016 gegründeten beruflichen Gymnasium mit dem Schwerpunkt „Gesundheit und Soziales“ können Schüler/innen die Allgemeine Hochschulreife erwerben. Berufsbezogene Fächer sind Gesundheit oder Erziehungswissenschaft.