Kategorie-Archiv: Allgemein

save the date – Fachtag: Fachkräfteoffensive evangelisch

Kooperationsveranstaltung der BETA mit dem BeA

Der Fachkräftemangel ist auch in evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder zu spüren.
Anhaltender Platzausbau, steigende Geburtenraten, Bevölkerungszuwachs in Großstädten, altersbedingtes Ausscheiden, verbesserte Personalschlüssel, zu wenig Auszubildende – es gibt viele Gründe, warum es zu Personalengpässen in Tageseinrichtungen für Kinder kommt.

Wie kann eine evangelische Fachkräfteoffensive aussehen? Welche Kooperationen gibt es?
Wie sieht die Ausbildung der Zukunft aus? Welchen Beitrag können evangelische Ausbildungsstätten und Träger evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder leisten? Welche Rahmenbedingungen können Träger in der Praxis schaffen, um Personal zu gewinnen und zu binden?

In Kooperation mit dem Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) veranstaltet die Bundesvereinigung evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder (BETA) diesen Fachtag, auf dem tragfähige Lösungen erörtern und weiterentwickeln werden sollen. Mit konkreten Beispielen aus der Praxis soll angeregt werden, die anstehenden Herausforderungen zu diskutieren und Lösungsansätze zu entwickeln.

Zeit: 3. Dezember 2019, 10.30-16.00 Uhr
Ort: Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Ziegelstraße 30, 10117 Berlin

Die Kooperationsveranstaltung zu diesem Fachtag ist aus Gesprächen mit den Vorsitzenden der beiden Fachverbände entstanden und fokussiert den Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder.
Angedacht ist, dass dieser Fachtag eine Auftaktveranstaltungen zu weiteren Austauschforen ist, auf denen sich der Thematik der Fachkräftegewinnung und der Attraktivität sozialer Berufe angenähert wird.

Der Flyer zur Fachtagung folgt Mitte September. Die Teilnehmendenanzahl ist begrenzt.

Mit herzlichen Grüßen aus Berlin
Annett Herrmann

Neuer BeA-Vorstand gewählt

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung am 8.-9.11.2018 in Weimar wurde der neue BeA-Vorstand gewählt.

Der neue BeA-Vorstand wurde auf der diesjährigen Mitgliederversammlung in Weimar einstimmig gewählt. Zur neuen Vorsitzenden des BeA wurde Astrid Hofmeister, Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf gewählt.

Zum neuen Vorstand gehören für die Amtszeit 2018-2022 Silvia Gartinger Fachschule für Sozialpädagogik d. Ev. Johannesstift in Berlin, Ulrike Kläfker, Ev. Fachschule für Sozial- und Heilpädagogik in Osnabrück, Matthias Kreiter, Ausbildungszentrum Gesundheit und Soziales in Speyer, Sabine Lang, Marburger Bildungs – und Studienzentrum in Marburg, Andrea Schumann, Friederike-Fliedner-Berufskolleg in Iserlohn und Susanne Weber-Ludwig, Diakonisches Bildungsinstitut Johannes Falk gGmgH in Eisenach.

Wir gratulieren der Vorsitzenden und dem Vorstand und wünschen eine gute Amtsperiode mit spannenden wie interessanten Themen.
Zudem danken wir Norbert Göttker, Vorsitzender des BeA von 2011-2018 und Dr. Dietmar Weigel und Silke Seidel-Beck für die geleistete Vorstandsarbeit.

(von links nach rechts: Andrea Schumann, hinten: Silvia Gartinger, Matthias Kreiter, Susanne Weber-Ludwig, Ulrike Kläfker, vorne von links: Sabine Lang, Astrid Hofmeister (Vorsitzende), Dr. Annett Herrmann (Geschäftsführung)

Bundesrahmenhandbuch Diakonie-Siegel Fort- und Weiterbildung wurde präsentiert

Am 19.10.2018 wurde das Bundesrahmenhandbuch Diakonie-Siegel Fort- und Weiterbildung in Berlin präsentiert.
Nun gibt es erstmals für den Bereich der evangelischen Fort- und Weiterbildung ein Qualitätsmanagement, das sich mit den aktuellen Themen aus der Bildungslandschaft beschäftigt und zudem Cross-Referenzen zur AZAV und zur ISO-Norm aufweist. Neben dem Bundesrahmenhandbuch haben wir – das Stabsreferat Berufliche Bildung und Qualifizierung in Sozialen Berufen und das Diakonische Institut für Qualitätsentwicklung – einen Erklärfilm produziert, der Aufschluss über die Idee und Inhalte der Diakonie-Siegel gibt.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft hat gemeinsam mit dem „Diakonischen Institut für Qualitätsentwicklung“ das Bundesrahmenhandbuch entwickelt. Dabei sind aktuelle bildungspolitische Themen eingeflossen wie das Lebensbegleitende Lernen und die an dem DQR (Deutscher Qualifikationsrahmen) ausgerichtete Kompetenzorientierung.
Die Grundsatzaussagen der Bundesarbeitsgemeinschaft, zur Bedeutung diakonischer Fort- und Weiterbildung, und die Empfehlungen der Diakonie zur kompetenzorientierten Ausschreibung in der Fort- und Weiterbildung dienten dabei als Grundlagen.
Das heißt, das Qualitätsmanagement im Bundesrahmenhandbuch bleibt nicht allgemein, sondern hat stetige Bezüge zum Bereich der Fort- und Weiterbildung. Komplexe Arbeitsabläufe werden nicht durch Kennzahlen abgebildet, sondern sie werden über Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse abgebildet und beschrieben.

Der hier entwickelte Qualitätsansatz stellt sicher, dass die Produkte und Dienstleistungen aus dem Bereich der Fort- und Weiterbildung einem fachlichen und diakonischen Qualitätsverständnis entsprechen.
Unsere Motivation, das „Bundesrahmenhandbuch Diakonie-Siegel Fort- und Weiterbildung“ zu entwickeln, zeigte und zeigt sich darin, dass wir die Qualität in der Fort- und Weiterbildung sichtbar machen und weiterentwickeln wollen.
Zudem ist das Bundesrahmenhandbuch eine sehr gute Möglichkeit, auch unabhängig von Zertifizierungen, die eigene Angebotspalette dahingehend zu prüfen, welche Verbesserungsmöglichkeiten angesteuert werden können. Ganz im Sinne des Ausspruches von John Ruskin: „Qualität ist kein Zufall, sie ist immer das Ergebnis angestrengten Denkens.“

„Qualität in Gefahr? Vergütete Ausbildungsmodelle für Erzieher/innen“

Fachveranstaltung & Barcamp 14.-15.11.2018

Im Rahmen einer zweitägigen Fachveranstaltung mit Barcamp im Herbst möchte die Koordinationsstelle ‚Chance Quereinstieg‘ diskutieren: „Was macht die Qualität von berufsbegleitenden vergüteten Ausbildungsmodellen für Erzieher/innen aus?“

Es gibt noch ein paar freie Plätze – der Anmeldeschluss ist der 12. Oktober 2018!

Aktuelles Programm: https://www.chance-quereinstieg.de/aktuelles/fachveranstaltung/

Anmeldung: https://www.chance-quereinstieg.de/aktuelles/fachveranstaltung/anmeldung/

 

Zwischenruf zur Debatte um „duale“ Ausbildungs- und Studiengänge der Mitgliedergruppe Personal und Qualifizierung in der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ: BeA wirkt mit!

Der Mangel an Fachkräften für das Feld der Kinder – und Jugendhilfe ist Anlass, dass derzeit zahlreiche Akteure grundsätzliche Fragen an die bestehenden einschlägigen Ausbildungs- und Studiengänge formulieren und Veränderungsmöglichkeiten ins Spiel bringen, fordern oder umsetzen. Eine besondere Rolle spielt hierbei die Forderung aus Politik und Praxis nach sogenannten „dualen“ Ausbildungswegen und dualen Studiengängen.

  • Vor dem Hintergrund der skizzierten Situation ist es den in der Mitgliedergruppe „Personal und Qualifizierung“ der AGJ vertretenen Organisationen wichtig, Folgendes festzuhalten:
  • Es gibt keinen Anlass an der Struktur der Ausbildung oder Studiengänge etwas Grundsätzliches zu verändern.
  • Wie auch immer Ausbildungsgänge für den Bereich Erzieher/innen umgestaltet werden, haben sie die KMK Rahmenvereinbarung über Fachschulen und Fachakademien von 2002 (in der Fassung von 2017), die Anforderungen des länderübergreifenden Lehrplans und des kompetenzorientierten Qualifikationsprofils von 2012 zu erfüllen. Denn die qualitativen Ansprüche an angehende Erzieher/innen sind aufgrund von Bildungsplänen, Bildungs- und Erziehungsempfehlungen, Inklusion, Migration und diversen Förderbedarfen in den letzten Jahren massiv gestiegen. Diesen Ansprüchen wird in der jetzigen Ausbildung in vollem Umfang Rechnung getragen. Sie garantiert ein breites Qualifikations- und Kompetenzprofil, das weit über die Kindertagesstätte hinausgeht und das gesamte Spektrum der Kinder – und Jugendhilfe abdeckt.
  • Alle neuen Studiengänge, die für das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit qualifizieren sollen, haben dem Qualifikationsrahmen Sozialer Arbeit zu entsprechen und sind so ausgestalten, dass der Erhalt einer staatlichen Anerkennung möglich ist.
  • Sowohl fachschulische Ausbildungen als auch grundständige Studiengänge sind in ihrer generalistischen Ausrichtung zu erhalten und
  • eine Einstufung auf DQR-Level 6 ist zu ermöglichen.
  • Werden solche grundsätzlichen Standards nicht aufrechterhalten, würde dies das Fachkräftegebot und die Qualität in der Kinder- und Jugendhilfe schwächen oder sogar gefährden.

Mehr dazu können Sie hier lesen.