Kategorie-Archiv: Mitgliederversammlung

Thesentag zum Reformationsjubiläum 2017

Im November 2016 wurden auf der letzten Mitgliederversammlung des Bundesverbandes evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) und der Studierendenvertretung evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (SVeA) anlässlich des Reformationsjubiläum 2017 9,5 Thesen erstellt:

 

These 1:

Träger evangelischer Fachschulen für Sozialpädagogik übernehmen Verantwortung für Bildung und Mündigkeit.

These 2:

Evangelische Fachschulen für Sozialpädagogik leben Kirche und Diakonie in der Gesellschaft.

These 3:

Evangelische Fachschulen für Sozialpädagogik wirken innovativ an der Professionsentwicklung mit.

These 4:

Evangelische Fachschulen für Sozialpädagogik vertreten einen klaren Standpunkt und suchen den Dialog.

These 5:

Evangelische Fachschulen für Sozialpädagogik achten die Würde und die Freiheit des und der Einzelnen, und ermutigen ihn und sie zu gesellschaftlicher Verantwortung.

These 6:

Partizipation ist unverzichtbares Strukturmerkmal evangelischer Fachschulen für Sozialpädagogik.

These 7:

Ausbildung an evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik zeigt sich im klaren Mandat für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

These 8:

Evangelische Fachschulen für Sozialpädagogik verstehen Zusammenarbeit mit Praxis als Bildungspartnerschaft.

These 9:

Evangelische Fachschulen für Sozialpädagogik gestalten Zukunft in protestantischer Überzeugung.

These 9,5

Hoffbauer gGmbH, Fachschule für Sozialwesen, Hermannswerder:

FÜR UNS, ALS EVANGELISCHE FACHSCHULE, SOLL WERTEENTWICKLUNG DAS FUNDAMENT: SCHULISCHER LEISTUNGEN SEIN.

 

Die These 9,5 entstand am Thementag unserer Fachschule am 23.01.2017. Um 09.00 Uhr trafen sich die Schüler des 1. und 3. Ausbildungsjahr der Erzieherausbildung und einige Lehrer in der Kirche. Als Gäste waren Herr Dr. Krätzig und Herr Dr. Franzen anwesend. Als Einstieg zum Thementag wurde der Film: „Luther und die Nation“ gezeigt. Pfarrer Lehnert griff die Frage auf: Was macht christliches bzw. evangelisches Denken und Handeln aus? und bezog sich auf das Miteinander in der Fachschule. Mit dem Lied „Möge die Straßen uns zusammenführen“ sind alle Anwesenden auf die Arbeit in den einzelnen Workshops eingestimmt worden.

Fragestellungen wie:

  • Welchen Beitrag leisten die evangelischen Fachschulen im interkulturellen und interreligiösen Dialog?
  • Welche Bedeutung hat Partizipation im Alltag ev. Fachschulen?
  • Brauchen wir in der Schule und Praxis ein christliches Menschenbild?
  • Unterscheidet sich unsere Ausbildungsstätte von öffentlichen Fachschulen?
  • Welche Werte sind uns wichtig?

sollten gemeinsam diskutiert werden und in Kollagen umgesetzt werden. Neben diesen genannten Workshops gab es die Möglichkeit musikalisch kreativ zu sein und einen modernen Song zum Thementag mit Stimme zu präsentieren. Einige Schüler nutzen die Möglichkeit die farbliche Gestaltung der lutherischen Fabel „Von der Stadtmaus und der Feldmaus“ mit der Erkenntnis -wer reich ist, hat viele Sorgen. Ca. 20 Blätter sind am Ende des Workshops „Hoffbauerprojekt“ entstanden. Jede Seite weist die schönste Handschrift eines Schülers auf und beinhaltet Auszüge aus der Bibel. So soll eine handschriftliche Bibel der Hoffbauer gGmbH entstehen.

Mitgliederversammlung 2015 in Hamburg

2015-MV-collageThema der diesjährigen Mitgliederversammlung war die Beschäftigung mit der Leitungs- und Führungskultur an den BeA-Fachschulen.
In der thematischen Auseinandersetzung ging es zunächst um den systemischen Blick auf Führung, der sich mit Interaktion, Typologisierungen und Mustern von Führungshandeln beschäftigt. Einerseits bilden sich im Führungshandeln Muster und durch diese diskursgeleitete Wahrheiten heraus, andererseits dreht es sich neben dem konsensualen Aushandeln von Wahrheiten und Regeln auch um Veränderungen, die neue Regeln, Muster und Verhaltensweisen mit sich bringen können. Dabei geht es verstärkt um Regeln und um eine Unternehmenskultur, die Bedeutungskontexte beschreibt, demnach verständlich macht und anleitet und zugleich Bedeutungszusammenhänge umzuschreiben versteht, je nach Organisationsstruktur und Unternehmenskultur. Vor diesem Horizont wirken grammatische, informelle und technische Regeln, die Bedeutungsstrukturen in Unternehmen bzw. Institutionen aufbauen. Gefragt wurde, was dies für Fachschulen bedeutet, auch hinsichtlich der Diversität von Generationen. In Arbeitseinheiten in Kleingruppen wurde den Fragen nachgegangen wie sich Führung im Kulturerkennen verhält, wie Entscheidungen mit Blick auf die Unternehmenskultur zustande kommen und welche Verhaltensweisen und Fähigkeiten als organisationsstabilisierend wahrgenommen werden und welche als organisationstransformierend.
Mehr zur Mitgliederversammlung finden Sie hier.