Gute Kommunikation und Trauerarbeit

Facharbeiten angehender Erzieherinnen finden Beachtung in der pädagogischen Fachwelt

Frau Deborah Caspar (rechts), Magdalene Simpfendörfer-Autenrieth (links), Vorsteherin der Stiftung, bei der Übergabe des Stiftungspreise der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft.

Die herausragenden Facharbeiten der beiden Stiftungspreisträgerinnen des Jahres 2019, Ellen Riedel und Deborah Kaspar, Berufspraktikantinnen der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft, finden nun durch Veröffentlichungen in der pädagogischen Fachliteratur weitere Anerkennung.

Die Facharbeit von Ellen Riedel wurde im Dohrmann-Verlag in den „Beiträgen aus der sozialpädagogischen Ausbildung“ unter der Überschrift „Wie Kinder Tod und Trauer wahrnehmen und wie wir sie pädagogisch begleiten können“ veröffentlicht. Ellen Riedel befasste sich damit, wie Kinder im Vorschulalter die Bedeutung von Tod und Trauer erfassen und wie sie im Umgang damit unterstützt und in der Trauerphase pädagogisch begleitet werden können. Auf Basis einer Elternbefragung entwickelte sie praxisorientierte Angebote für trauernde Eltern und berücksichtigte religiöse und kulturelle Unterschiede beim Umgang mit Trauer.

Waren bisherige Prüfungsleistungen in einer Fachzeitschrift für Abschlussarbeiten erschienen, hat es nun die Facharbeit von Deborah Kaspar sogar in ein Fachmedium geschafft, in dem Fachwissenschaftler veröffentlichen. Unter dem Titel „Gesunde Kinderseelen. Die Bedeutung der achtsamen Kommunikation in Kindertageseinrichtungen durch pädagogische Fachkräfte“ wird ihre Facharbeit in „Das KiTa-Handbuch“ (www.kindergartenpaedagogik.de) aufgenommen, das online erscheint. Die Redaktion lobte die Facharbeit als innovativ und weiterführend. Deborah Kaspar beschäftigte sich in ihrer Arbeit mit den Kommunikationskonzepten Neuro-Linguistisches Programmieren (NLP) nach Richard Bandler und John Grinder sowie der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg und adaptiert diese für den Bereich der Elementarbildung. Auf Basis einer von ihr durchgeführten empirischen Erhebung machte sie konkrete Vorschläge, wie Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen achtsame Kommunikation umsetzen können, und entwarf dafür praktische Hilfsmittel, wie zum Beispiel selbst hergestellte Gefühlskarten.

„Das ist ein großartiger Ausbildungserfolg unserer Schülerinnen“, freut sich Dr. Axel Bernd Kunze, Pädagogisch-didaktischer Schulleiter der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Weinstadt, „er zeigt, auf welchem Niveau Facharbeiten aus unserer Fachschule gelingen können.“ Beide jungen Frauen befinden sich derzeit im Berufspraktikum: Ellen Riedel in einer Kindertagesstätte in Schorndorf, Deborah Kaspar in einem Kinderhaus in Fellbach.

Info:

Die Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt bietet verschiedene Wege an, einen Abschluss als staatlich anerkannte/r Erzieher/in zu erwerben. Sowohl bei der 2-jährigen vollzeitschulischen Ausbildung mit anschließendem Berufspraktikum als auch bei der sog. Praxisintegrierten Ausbildung (PiA) müssen angehende Erzieher/innen neben den mündlichen und schriftlichen Prüfungen eine Facharbeit erstellen. Der Abschluss als staatlich anerkannte Erzieherin ist im Europäischen/Deutschen Qualifikationsrahmen der Niveaustufe 6 zugeordnet und entspricht damit im Kompetenzerwerb dem BA-Abschluss.

Die Stiftung Großheppacher Schwesternschaft als Trägerin der Fachschule vergibt einmal im Jahr einen Stiftungspreis für herausragende schulische Leistungen in Höhe von 300 Euro.

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Sibylle Kessel
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